Ratinger Kampf gegen Armut : Ratinger Beiträge zum Kampf gegen die Armut

Der Deutsche Caritasverband mit seinen Fachverbänden veranstaltet bundesweite Aktionen. Betroffene kommen zu Wort.

(RP) Der 17. Oktober ist der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut. Aus diesem Anlass veranstaltet der Deutsche Caritasverband mit seinen Fachverbänden Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und SKM bundesweite Aktionen gegen Armut und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft.

Die zentrale Auftaktveranstaltung der Bundesverbände findet am 17. Oktober in Dortmund unter dem Titel: „Was brauchst Du für ein besseres Leben? Forderungen von Menschen mit Armutserfahrungen“ statt. Dafür wurden mehr als 400 Rückmeldungen auf Fragebögen eingereicht, außerdem zahlreiche Plakate und Fotos sowie Filme mit Interviews von Betroffenen und Beschäftigten. Darunter befinden sich auch zahlreiche Fragebögen aus Ratingen, denn der SkF Ratingen hat sich mit mehreren Projekten beteiligt.

Besucher des ZAR (Zentrum für Arbeitslose Ratingen) und von InWESTment plus (Stadtteilprojekt in Ratingen West) gaben Antworten auf die Fragen, was ihnen am meisten fehlt, was ihnen gegen Ausgrenzung helfen würde und was sie sich wünschen. Damit erlauben sie einen sehr persönlichen Einblick in das Leben von Menschen, die jeden Tag Mangel erfahren. Besonders der Wunsch nach einer regelmäßigen warmen Mahlzeit wurde oft benannt. „Ich wünsche mir, mich für die Armut nicht zu schämen“ beschreibt sehr eindrücklich, wie stark psychisch belastet viele Menschen durch ihre materielle Armut sind. Vielfach formulierte Wünsche sind außerdem zwischenmenschliche Kontakte und eine geregelte Arbeit. Hier versucht die SkF Arbeit und Integration gGmbH, mit ihren verschiedenen Beschäftigungsprojekten Abhilfe zu schaffen.

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Bis zum Welttag der Armen der katholischen Kirche am 14. November wird der Blick im Rahmen der sogenannten „Armutswochen“ in diesem Jahr besonders auf benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene gelenkt. Diese wurden von der Corona-Krise gerade in der sensiblen Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf hart getroffen wurden.

Das Projekt BOJE des SkF Ratingen in Kooperation mit der VHS bietet die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und 10 unter sozialpädagogischer Begleitung nachzuholen. Im Fach Gesellschaftslehre haben sich Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse in der BOJE mit dem Thema Armut auseinandergesetzt. Dabei haben sie nicht nur die allgemeine Situation in Deutschland betrachtet, sondern auch ihre persönliche Lage beschrieben. Mit dem gestalteten Plakat und kurzen Videosequenzen beteiligen sie sich damit ebenfalls an der Auftaktveranstaltung in Dortmund.

Alle Plakate, Bilder und Filme werden ausgestellt, über Social Media veröffentlicht und in einer Broschüre zusammengefasst. Diese Broschüre wird dann den Politikern bei der Veranstaltung übergeben