Ratingen Aufterbeck: Abriss in Etappen

Düsseldorf · Das alte Kaufhaus an der Ecke Wallstraße/Bechemer Straße soll dem neuen Stadttor weichen. Dafür wird die alte Immobilie von innen zerlegt und anschließend abgerissen, so iandus-Geschäftsführer Rainer Molitor.

Der Zeitplan steht. Bereits im November 2011 soll der "innere Abbruch" des alten Kaufhauses Aufterbeck beginnen. Rainer Molitor, der neben Benedikt Schmidt-Waechter Geschäftsführer der iandus-Unternehmensgruppe in Düsseldorf ist, skizziert im RP-Gespräch die ersten Schritte vor dem Neubau des elf Millionen Euro teuren Stadttors (die RP berichtete). Man werde zunächst die komplette Technik herausnehmen, so Molitor, und prüfen, ob Schadstoffe (etwa Asbest) vorhanden seien. Diese Schadstoffe müssten separat entsorgt werden, betont der Geschäftsführer, dessen Unternehmensgruppe die Planung für den holländischen Investor und Eigentümer, die Van Deursen Group, übernommen hat. Wichtigste Botschaft an Händler und Kunden: Das Weihnachtsgeschäft soll durch die Abrissarbeiten im Innenbereich der Immobilie nicht beeinträchtigt werden. "Wir werden zu dieser Zeit auch keine Baustelle einrichten", versichert Molitor.

Bagger mit Kneifern

Der Rohbau-Abriss ist für die Monate Januar, Februar und März 2012 vorgesehen. "Wir nehmen das Dach weg, die Fassade wird demontiert, und dann wird der Bagger mit sogenannten Kneifern anrücken", beschreibt Molitor die nächsten Schritte.

Die Baustelle braucht natürlich Platz. Kunden, Händler und der Verkehr sollen aber auf der Bechemer Straße und auf der Wallstraße so wenig wie möglich behindert werden. Absperrungen gebe es in Teilbereichen – allein schon aus Sicherheitsgründen (Durchfahrt für die Feuerwehr). Dies bedeutet: Auf der Wallstraße soll die Absperrung bis zu den Parkbuchten reichen, auf der Bechemer Straße wird ungefähr die halbe Breite der Einkaufsstraße in Höhe der Baustelle blockiert sein. Molitor kündigt an, dass nur ein Teilaushub für das neue Projekt erforderlich sei.

Zurzeit ist im Kaufhaus noch eine Trafostation der Stadtwerke untergebracht. Diese Station soll auch in der neuen Immobilie installiert werden. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2012 vorgesehen. Die Planer gehen davon aus, dass das neue Stadttor im März 2013 eröffnet werden kann.

In der Tiefgarage des dreigeschossigen Gebäudes sollen 62 Autos Platz finden. Bei der Aufteilung der etwa 3350 Quadratmeter großen vermietbaren Fläche für Einzelhandel und Gastronomie setzen die Düsseldorfer auf flexible Modelle: Etwa fünf Mieter könnten die Flächen in mehreren Varianten teilen oder miteinander verknüpfen. Die Mietgrößen liegen dabei zwischen 100 und über 2000 Quadratmeter. Innerhalb des Gebäudes gibt es Geh- oder Fahrtreppen sowie Aufzüge.

Beim Branchenmix hoffen die Projektentwickler auf "namhafte Marken und Mieter aus dem Bereich Textil, Schuhe, Young Fashion und Accessoires". Eine attraktive Gastronomie soll das Angebot abrunden. Die Lagerflächen und Sozialräume sowie Sanitäranlagen werden im Dachgeschoss untergebracht, wo sich die Technikräume befinden. Molitor geht stark davon aus, dass man mit dem Projekt ab November an den Start gehen kann. KOMMENTAR

(RP)
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