Ratinger Finanzen : Haushalt: Stadtspitze mahnt Ausgabendisziplin an

Bürgermeister Klaus Pesch und Kämmerer Martin Gentzsch haben eine Ausgabendisziplin angemahnt, insbesondere bei den Sachkosten.

(kle) Der städtische Haushalt ist kein Wunschkonzert. Es gibt eng gesteckte Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Einflüsse. Dies wurde bei der Einbringung des Doppelhaushaltes 2022/2023 besonders deutlich. Bürgermeister Klaus Pesch und Kämmerer Martin Gentzsch haben eine Ausgabendisziplin angemahnt, insbesondere bei den Sachkosten.

Pesch betonte: „Investitionen sind in Teilen unabwendbar, in jedem Fall aber dringend erforderlich, um Ratingen fit für die Zukunft zu machen. Steuererhöhungen würden dem Wirtschaftsstandort schaden und damit mittelfristig unsere wichtigste Einnahmequelle gefährden, und beim Personal gibt es nach der 2015 eingeleiteten und kürzlich abgeschlossenen Konsolidierungsrunde und angesichts der hohen Arbeitsverdichtung keinen Raum für weitere Einschnitte.“

Kämmerer Gentzsch schlug dem Rat vor, trotz des robusten Finanzfundaments der Stadt in den nächsten Jahren weitere Haushaltskonsolidierungsmöglichkeiten zu prüfen, um bei Bedarf mittelfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Etats frühzeitig in den Blick nehmen zu können. Wie bereits berichtet, fährt die Stadt strukturell in beiden geplanten Haushaltsjahren ein Minus ein. Für 2022 ergibt sich ein echter Fehlbetrag in Höhe von 17,4 Millionen Euro, 2023 sinkt er leicht auf 14,3 Millionen Euro.