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Ratingener Wirtschaft: Am Aktionstag werden Wünsche wahr

Ratingener Wirtschaft : Am Aktionstag werden Wünsche wahr

Anpacken, gestalten, aufräumen: Die Wirtschaft hat gestern vielen Vereinen, Verbänden und Einrichtungen geholfen.

Gemeinsam für Ratingen - dieser Titel stand sinnbildlich für geballtes Engagement und Miteinander. Und dieser Titel war auf weißen T-Shirts zu sehen, die gestern viele Menschen während ihrer Projekte voller Überzeugung trugen. Anpacken, gestalten, aufräumen: Es gab zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Der zweite Aktionstag der Wirtschaft war für viele Helfer vor allem ein wichtiger Perspektivwechsel: runter vom Bürostuhl, rein in ein anderes, völlig neues Betätigungsfeld. So fungierten Mitarbeiter der Deutschen Bank in Ratingen für einen ganzen Tag sozusagen als Landschaftsgärtner - dies auf dem Gelände des Sozialzentrums an der Graf-Adolf-Straße. Dort gab es ganz viel zu tun. Das Gelände am Rande der Innenstadt liegt etwas verwunschen da, es ist eine überwucherte Oase, die nachhaltige Pflege braucht.

 Diese verwunschene Boule-Bahn auf dem Gelände des Sozialzentrums an der Graf-Adolf-Straße wurde anlässlich eines Projektes der Diakonie Düsseldorf-Mettmann neu hergerichtet.
Diese verwunschene Boule-Bahn auf dem Gelände des Sozialzentrums an der Graf-Adolf-Straße wurde anlässlich eines Projektes der Diakonie Düsseldorf-Mettmann neu hergerichtet. Foto: Achim Blazy

Die Idee zu dieser Aktion hatte Claudia Zenker, die Leiterin des Fachbereichs Berufs- und Beschäftigungsförderung der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. "Wir haben auf diesem Gelände schon einige Projekte verwirklicht, aber man muss die Flächen eben auch pflegen. Dazu fehlt uns leider die Zeit." Ein Beispiel ist die Boule-Bahn, die neben einem alten Gebäude vor sich hin schlummerte und von Unkraut überwuchert war. Jugendliche, die in Fördermaßnahmen eingebunden sind, griffen beherzt zur Schaufel.

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Das Sozialzentrum beherbergt Projekte der Diakonie, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und des Vereins zur Förderung der Über-Mittag-Betreuung. An diesem Ort begegnen sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen.

Das Besondere am Tag der Wirtschaft: Gemeinsam setzte man sich für ein Projekt ein und kam ins Gespräch. Es entstand ein neues Wir-Gefühl.

Die Deutsche Bank hat sich mit Personal und Geld an der Aktion beteiligt. Und so konnten die Landschaftsgärtner der Sollazzo & Wetzel GmbH, die mit einem kleinen Bagger angerückt waren, bezahlt werden. "Für Bepflanzung, Herrichten der Boulebahn, Reinigen der Holzterrasse und Umgraben der Randflächen fehlte es bislang an Helfern und finanziellen Mitteln", berichtete Maurice Pellikaan, der das Projekt "You@Work" bei der Diakonie betreut, "schön, dass es jetzt geklappt hat."

Die Idee zu einem Aktionstag der Wirtschaft ist nicht neu. Auch in vielen anderen Städten werden Aktionen mit viel Engagement realisiert. Im Kern geht es darum, gemeinnützigen, sozialen und kulturellen Vereinen, Verbänden und Einrichtungen Projekte zu ermöglichen, die aus eigener Kraft nicht umgesetzt werden können.

Nachbarschaftshilfe gab es in Ratingen Ost: Mitarbeiter der neuen SAP-Zentrale entfernten auf dem nicht weit entfernten Areal ein altes Geländer am Bienenlehrstand und ersetzten es durch ein neues. Außerdem legten sie einen Pflanzenhügel an und erneuerten die Hütte eines Imkers.

(RP)