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Heiligenhaus: Altenwohnungen im Verbund

Heiligenhaus : Altenwohnungen im Verbund

Der Awo-Kreisverband trennt sich vom Gerhard-Plaumann-Haus am Nordring. 34 Wohnungen sind an die Firma Kotte & Schultheiss verkauft. In deren Besitz ist seit 2004 bereits das Awo-Seniorenheim Schulstraße.

Der Awo-Kreisverband trennt sich vom Gerhard-Plaumann-Haus am Nordring. 34 Wohnungen sind an die Firma Kotte & Schultheiss verkauft. In deren Besitz ist seit 2004 bereits das Awo-Seniorenheim Schulstraße.

"Immobilienbesitz gehört nicht zu den Kernaufgaben eines Wohlfahrtsverbandes." Das war nach den Worten des Awo-Kreisvorsitzenden Dr. Wolfgang Remy der wichtigste Grund dafür, sich vom Gerhard-Plaumann-Haus am Nordring 31a zu trennen. Dort sind 31 der 34 Wohnungen derzeit vermietet. Remys Nachricht an die inzwischen von der Awo informierten Mieter: "An den Mietverhältnissen und -kosten ändert sich langfristig nichts." Käufer ist die Firma Kotte & Schultheiss. Kontakt zur Awo besteht schon seit Jahren.

Bereits im Jahr 2004 kaufte der Wülfrather Investor das Awo-Seniorenheim an der Schulstraße mit seinen 26 Wohnungen von der Stadt Heiligenhaus. Ein drittes Objekt in Heiligenhaus hat er, wie er gestern sagte, bereits im Auge, wollte sich aber zu Details in diesem dritten Fall noch nicht äußern.

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Der Zukauf hat System: "Wir haben schon vor längerem mit dem Verkauf des Hauses geliebäugelt. Aus unserer sozialen Verantwortung heraus war es aber undenkbar, das Haus unbesehen zu verramschen", so Remy. Kotte & Schultheiss seien dagegen Namen, die für eine "soziale Einstellung" stünden. Außerdem wäre in den kommenden Jahren Kostendruck durch fällige Sanierungen entstanden. Awo-Kreisgeschäftsführer Rainer Bannert schätzte ihn auf 100 000 Euro. Dieses Geld werde nun für andere Zwecke der Wohlfahrtsorganisation frei.

Das Motiv des Investors: "Mir geht es um das langfristige Engagement – und natürlich in letzter Konsequenz um Vermögensbildung. Aber am Mietniveau und an den Mietkonditionen wird sich langfristig gar nichts ändern. Für die Mieter geht alles ruhig weiter. Ich will langfristige Vermietbarkeit erreichen und plane auch keinerlei Teilverkäufe", so Schultheiss. Es handelt sich bei den Wohnungen am Nordring um sozial geförderten Bestand, die Miete beträgt 4,18 Euro pro Quadratmeter.

Was dem Investor vorschwebt, ist ein Verbund von 100 Altenwohnungen in der Stadt, Zug um Zug "barrierefrei bei Mieterwechsel" ausgebaut – zukunftsfest. Sie alle sollen eine Besonderheit teilen. Der Awo-Ortsverband wird für die Mieter, wie bisher auch gewohnt, unterschiedliche Betreuungsangebote bereitstellen, die individuell abgerufen werden können.

Damit, so Remy, wäre ein Betreuungs- und Beratungsmodell geschaffen, das für Senioren kostengünstiger sei als das betreute Wohnen oder die Versorgung in einem Heim. "Es geht um Betreuung in einem Zwischenschritt, das ist der soziale Anspruch der Awo."

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(RP)