Ratingen : Alte Radwege werden endlich saniert

Ratingen : Alte Radwege werden endlich saniert

Die CDU hat Druck gemacht: Nun bessert der Kreis die zum Teil gefährlichen Wege wieder her, so auch zwischen Ratingen Süd und Knittkuhl.

Die Euphorie ist groß. Und die CDU dreht quasi am Rad angesichts der beiden frischen Erfolgsmeldungen. „Das ist wirklich ein tolles Beispiel dafür, wie man im Stadtrat und Kreistag erfolgreich zusammenarbeiten kann – Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die entsprechenden Vertreter in beiden Gremien sind“, erklärt CDU-Ratsherr Jörg Maaßhoff. Nun steht  endlich fest, dass nach der Initiative der CDU-Fraktion die K 10 und auch die K 19 saniert werden – zwei wichtige Maßnahmen. 

Konkret bedeutet dies: Es betrifft den gesamten Bereich in Breitscheid zwischen Am Stoot und Ende Lintorfer Weg über eine Länge von fünf Kilometern und den Radweg zwischen der Neanderstraße und Düsseldorf-Knittkuhl. Immer wieder hatte die CDU-Fraktion die Gefahr für Nutzer durch die schlechte Oberfläche des Radweges kritisiert und beim zuständigen Kreis Druck gemacht. „Ich freue mich sehr, dass die Sanierung außerplanmäßig angegangen wird“, betonte Maaßhoff.

Der Radweg zwischen der Neanderstraße und Düsseldorf-Knittkuhl ist in einem schlechten Oberflächenzustand und wird durch Einwuchs verengt. Von Knittkuhl kommend, wird er wegen des starken Gefälles mit höherer Geschwindigkeit befahren, was den Zustand auch gefährlich für die Nutzer macht. Deshalb hatte die CDU-Fraktion im Frühjahr einen abgestimmten Sanierungsantrag sowohl in den Ratinger politischen Gremien als auch im Kreistag gestellt.

Damit wird ein Gefahrenpunkt zeitnah beseitigt. Dies sei ein guter Beitrag in Richtung ,Fahrradfreundliche Stadt’ und ein bemerkenswerter Erfolg für die CDU-Fraktionen, heißt es. „Die gemeinsame Aktivität für Ratingen führt dazu, dass der aus Verbundsteinen der 70er-Jahre bestehende schadhafte Radweg mit einer nutzerfreundlichen Teerdecke versehen wird und mindestens wieder seine ursprünglich nutzbare Breite erreichen wird“, betonte Gerold Fahr, der stellvertretende CDU-Fraktionschef.

Auf dem Radweg an der Knittkuhler Straße muss man jedenfalls höllisch aufpassen. Ein RP-Leser hat seine Erfahrungen gemacht – und es sind sehr unerfreuliche. Seine Frau sei auf diesem Radweg Ende 2016 schwer gestürzt (die RP berichtete).

Sie war deshalb ein ganzes Jahr lang in Behandlung und krankgeschrieben und kann ihren Arm auch heute nicht in vollständigem Umfang benutzen. Die Stadt Düsseldorf habe ihre Hausaufgaben bereits gemacht und diese Gefahrenstelle durch einen neuen Radweg behoben.

Er betonte: „Ich lese immer wieder, dass Ratingen eine fahrradfreundliche Stadt ist (oder sein möchte). Diese Information steht sogar auf Schildern an einigen Ortseingängen. Unter einer fahrradfreundlichen Stadt verstehe ich aber auch, dass nicht nur neue Radwege gebaut werden, sondern dass die Bestehenden auch befahrbar sind. Es ist natürlich immer prestigeträchtiger, neue Radwege zu eröffnen. Aber Sicherheit geht meiner Meinung nach vor.“ Nun tut sich also was.

Anderes Beispiel: An der K19/Kahlenbergsweg war die CDU-Fraktion nach einer Initiative von Maaßhoff ähnlich vorgegangen. Dort hatte man seitens des Kreises bereits mit den Vorarbeiten begonnen. Damit soll die Verbindung zwischen Breitscheid und Lintorf künftig ebenfalls für Radfahrer angenehmer und weniger gefährlich werden.

Ein Projekt zwischen Ratingen Mitte und Lintorf steht noch aus: Dort will man zusammen mit Straßen.NRW einen Weg finden, den aus teilweise gebrochenen Betonplatten bestehenden alten Radweg auf der Westseite der Straße möglichst bald in eine attraktive Radverbindung zwischen Ratingen und Lintorf zu verwandeln. Auch auf diesem Weg hat es Unfälle gegeben.

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