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Kontrollen : Abstrichstation: Mehr Tests sind möglich

Kontrollen : Abstrichstation: Mehr Tests sind möglich

Die neuen Probeentnahmestellen in Ratingen und Hilden haben jetzt Routine und können mehr Patienten annehmen.

Die Erkenntnis des Kreises Mettmann nach einer Woche Arbeit in den Drive-in-Abstrichstationen in Ratingen und Hilden: „Wir können die Kapazitäten der Tests noch ausweiten“, sagt Daniela Hitzemann, Sprecherin des Kreises. Künftig können bis zu 250 Menschen kreisweit an einem Tag getestet werden, bisher waren es 180. Dazu wird die Taktung an den Drive-in-Stationen verkürzt. Das sei nach den praktischen Erfahrungen der vergangenen ersten Woche möglich, so Hitzemann.

Seit dem 1. April sind an den Berufskollegs des Kreises in Hilden und Ratingen jeweils eine Corona-Praxis und eine Probeentnahmestelle  als Drive-In in Betrieb. In den Corona-Praxen werden montags bis freitags Menschen mit corona-typischen Krankheitszeichen untersucht.

Dabei funktionieren die Corona-Praxen wie eine sonst übliche Hausarzt- oder Notfallpraxis, können also von Patienten mit entsprechender telefonischer Voranmeldung (Hilden: 02103 9661-500, Ratingen: 02102 7112-500) unmittelbar aufgesucht werden. Zurzeit werden in den beiden Corona-Praxen täglich insgesamt etwa 60 Patienten untersucht. An den Probeentnahmestellen nehmen die Patienten Rachenabstriche zur entsprechenden Untersuchung selbst vor. Hierzu macht der Kreis nochmals deutlich, dass dies nicht spontan im Vorbeifahren erfolgen kann, sondern ausschließlich auf entsprechende Überweisung durch den behandelnden Hausarzt. Dazu kann die Überweisung per Fax an das Gesundheitsamt übermittelt werden, der Patient kann sich anschließend telefonisch einen entsprechenden Termin zur Drive-in-Probeentnahme geben lassen.

Wer in einer der Corona-Praxen untersucht und getestet wird, wird im Falle eines positiven Tests über das Kreisgesundheitsamt verständigt. Über negative Testergebnisse erfolgt keine automatische Information, allerdings kann der sonst betreuende Hausarzt das Ergebnis unmittelbar beim Labor erfragen.

Wenn eine Testung in einer der Probeentnahmestellen (Drive-In) mittels Überweisung vom Hausarzt erfolgt, erhält grundsätzlich umgekehrt auch der Hausarzt vom Labor das Ergebnis – positiv wie negativ – und kann seine Patienten entsprechend informieren. Auch hier meldet sich allerdings bei einem positiven Ergebnis gesondert das Gesundheitsamt beim Erkrankten.

Positive Testergebnisse liegen erfahrungsgemäß in der Regel nach 48 Stunden vor, negative Ergebnisse lassen auch schon einmal einen Tag länger auf sich warten.

Über die Osterfeiertage bleiben die Corona-Praxen und Abstrichstationen geschlossen, also von Freitag bis einschließlich Montag. „Wer jedoch Symptome entwickelt, kann sich an den hausärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117 wenden“, erklärt Daniela Hitzemann. Dort werden entsprechende Maßnahmen besprochen. Die Testlabore dagegen arbeiten auch am langen Wochenende, um die eingegangenen Tests auszuwerten.

Aufgrund der erhöhten Testzahlen war der Kreis zunächst davon ausgegangen, dass sich auch die Zahl der Infizierten erhöhen würde. Dies ist bisher nicht eingetroffen. „Das bedeutet aber keine Entwarnung“, sagt Hitzemann. Das könne sich auch jederzeit ändern.