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530 Schüler aus Ratingen wetteifern bei Schulsporttag im Angerbad

Schulsporttag Swim & Run : „Atmosphäre wie bei einem Festival“

Für mehr als 500 Ratinger Schüler stand gestern ein Besuch im Freibad auf dem Stundenplan. Sie nahmen beim zweiten Schulsporttag Swim and Run teil. Aber auch die Lehrer zeigten ihr sportliches Können. 

Wann steht ein Besuch im Freibad schon mal offiziell auf dem Stundenplan? Mehr als 500 Schüler aus neun Ratinger Schulen hatten am Dienstag das Glück. Sie starteten beim Wettbewerb Swim & Run, bei dem sie – ähnlich wie beim Triathlon – aufeinanderfolgend eine Distanz schwimmend und laufend überwinden mussten.

„Ich musste 50 Meter schwimmen und 400 Meter laufen“, berichtet Elia (9). „Das Schwimmen war sehr anstrengend“, findet der junge Sportler, der mit der gesamten Klasse 3a der Gebrüder-Grimm-Schule angereist ist. „Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.“ Einmal hat er vor dem Wettbewerb geübt. Zur Belohnung gab es eine Medaille. Und eine Tüte mit unterschiedlichen Brotsorten von Harry Brot, die Elia jetzt plündert. Sport macht hungrig.

Lina, Sarah und Isabell (13) vom Bonhoeffer-Gymnasium warten noch auf ihren Start und tummeln sich derweil auf dem Gelände. „Ein bisschen aufgeregt sind wir schon“, geben sie zu. „Aber es geht mehr um den Spaß als um die Punkte“, finden sie. Bis zu ihrem sportlichen Einsatz genießen sie die Zeit: „Die Musik ist gut, es herrscht eine tolle Stimmung. Ein bisschen wie auf einem Festival“, so die drei Schülerinnen.

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Das hört Organisator Georg Mantyk gern. „Das Wetter passt, wir haben eine Rekordbeteiligung. Gerade in den aktuellen Zeiten ist es umso wichtiger, dass wir den Kindern und Jugendlichen Bewegungsangebote machen, und das Sporttreiben in der Gemeinschaft macht ja am meisten Spaß. Daher ist die Wertung auch eher teilnahme- denn leistungsorientiert.“ In Gedanken spielt er schon die nächste Auflage durch. „Wir beginnen jetzt mit den Planungen für 2023 und rechnen dann mit rund 1000 Teilnehmern. Damit wären wir dann eine der größten Schulsportveranstaltungen in Triathlon und Swim and Rund in Deutschland.“

Unzählige ehrenamtliche Helfer helfen am Becken- und Streckenrand mit, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. „Die Streckenposten haben gut zu tun“, so Unterstützer Oliver Kubanek. „Im Wettkampfeifer werden schon einmal rechts und links verwechselt.“ Stadtwerke, Lions Club, Deutsche Triathlon Union und der Triathlonverband NRW unterstützen das Projekt.

Noch ist der Wettbewerb aber in vollem Gange. Unter großem Beifall stellen sich die Lehrer am Beckenrand auf. Natürlich wollen die Schüler wissen, was ihre Dozenten so drauf haben. Als Hunderte von Schülern gemeinsam bis zum Start herunterzählen, sorgt das für einen Gänsehautmoment im Angerbad. Und dann stürzen sich die Lehrer in die Fluten. Angefeuert von begeisterten Schülern, gilt es 200 Meter Schwimm- und 1500 Meter Laufstrecke zu absolvieren. Die Anstrengung ist den Teilnehmern anzumerken, doch schließlich wird auch der letzte vom Applaus der Schüler ins Ziel getragen.

Die Strecken beim Schulsporttag waren altersgerecht gestaltet: von 50 Metern Schwimmen und 400 Metern Laufen für die Grundschüler:innen, über 100 Schwimm- und 1.000 Laufmeter für die Klassen fünf bis sieben, bis zur „Langdistanz“ mit 200 Metern im Becken und 1500 in Laufschuhen für die Jahrgangsstufen acht und neun.

„So angefeuert zu werden, das pusht“, sagt Isabel Wagner, Lehrerin der Gebrüder-Grimm-Schule. Mitzumachen war für sie Ehrensache: „Wenn wir die Schüler zu Bewegung motivieren wollen, müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen.“ Auf die Frage, was ihr schwerer gefallen ist – die Strecke oder ihre Klasse im Auge zu behalten, hat sie eine eindeutige Antwort: „Die Strecke war die größere Herausforderung.“