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2200 Jugendliche feiern auf dem Ratinger Markt

Altweiber-Party : 2200 Jugendliche feiern auf dem Markt

Die Veranstaltung blieb überwiegend friedlich. Nur gegen Ende musste die Polizei bei einer Prügelei einschreiten.

Nach dem Rathaussturm ging die Party für die Jugendlichen auf dem Marktplatz erst richtig los. Nach Schätzungen von Jugendamt, Ordnungsamt und Polizei feierten rund 2200 Besucher ausgelassen Karneval. Und das überwiegend friedlich. Lediglich gegen Ende der Veranstaltung habe es innerhalb einer Gruppe eine Schlägerei gegeben, die von der Polizei beendet werden musste.

Für Michael Hansmeier vom Jugendamt ist vor allem die Alkoholbilanz eine sehr erfreuliche. Wenige junge Leuten hätten zu viel getrunken, Jugendliche unter 14 Jahren wären gar nicht bei den Maltesern gelandet, die ihre Zelte vor St. Peter und Paul aufgeschlagen hatten, um mögliche angetrunkene oder verletzte Jugendliche zu verarzten. Da hat es in der Vergangenheit andere Zahlen gegeben. Mit dem Konzept sei das Jugendamt auf einem richtigen Weg, sagt Hansmeier.

Zur allgemein guten Stimmung habe auch der DJ beigetragen. Hansmeier sprach Leon Reucher ein großes Lob aus. „Durch seine Ansagen wie, ‚gleich ist die Party zu Ende’, hat er beruhigend auf die Besucher eingewirkt“, sagt Hansmeier. Und auch die Mitglieder des Jugendrats unterstützten die Veranstalter bestens. In Zweier-Teams gingen sie gestern durch die Nebenstraßen, um zu schauen, ob es auch allen gut geht.

Außerdem hatte der Jugendrat schon im Vorfeld der Party auf dem Marktplatz dafür geworben, keine Glasbehälter mitzubringen. Ein Aufruf, der Wirkung zeigte. Weit weniger Glasmüll als sonst war nach Ende der Party auf dem Marktplatz zurückgeblieben.

Nach der Party ist quasi vor der Party. Denn am Nachmittag ging es für die Jüngeren – meist zwischen 14 und 16 Jahren – in der Stadthalle weiter. 1000 Karten waren bereits im Vorfeld verkauft worden. Hansmeier rechnete am Ende des Tages mit rund 1600 Gästen. Die Älteren feierten nach der Party auf dem Markt entweder in Gaststätten oder in Düsseldorf weiter.