Ratingen : 20. Kulturtag glänzt mit großer Vielfalt

Ratingen : 20. Kulturtag glänzt mit großer Vielfalt

Da kam mächtig Schwung auf zum stattlichen Jubiläum des Kulturtages, der am gestrigen Sonntag zum 20. Mal über die Bühne ging. „NuCombo“, die Jazz-Rock-Formation der städtischen Musikschule, spielte unter Leitung von Johannes Behr im Trimborn-Saal munter auf.

Putzmunter zeigten sich auch die Organisatoren, die bereits am Samstag die Vorbereitungen für den Kulturtag in den Räumen der Musikschule und der Volkshochschule (VHS) mit viel Akribie in Angriff genommen hatten. Musikschulleiter Paul Sevenich zeigte sich sehr angetan angesichts des großen Engagements, das hinter diesem vielfältigen Programm steckt. „Das ist schon sehr beeindruckend“, lobte er die sehr aufwändige Arbeit hinter den Kulissen.

Engagement war auch das Stichwort für Bürgermeister Klaus Konrad Pesch, der betonte, dass Stadt und ehrenamtliche Kräfte auch in diesem Jahr wieder ein sehr attraktives Programm zusammengestellt haben.

Für jeden sei etwas dabei, betonte der Verwaltungschef, man könne mitmachen, sich Dinge anschauen und die Vielfalt der Angebote einfach mal auf sich wirken lassen, erklärte Pesch.

Andrea Töpfer, Leiterin des Kulturamtes, ließ nicht unerwähnt, dass Schüler des Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasiums das Cateringangebot bestückt haben und aus dem Erlös einen Teil ihrer Abiturfeierlichkeiten finanzieren.

Vertreter aus dem Rat und der Bundespolitik (Peter Beyer/CDU) konnten sich vom umfangreichen Angebot überzeugen. So gab es ein interessantes Bühnenprogramm, unter anderem mit Darbietungen der seit 15 Jahren bestehenden Harfenklasse von Susana Feige, mit dem „Jungen Schauspiel Ratingen“, das 1000 Jahre Ratinger Geschichte in einer rasanten Kostümschau präsentierte, mit den „Ohrwürmern“, dem Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde, mit dem Konzertchor Ratingen, mit dem Stadtarchiv, das neue Filme aus dem Fundus von Hans Kürten präsentierte.

Jugendliche zeigten in zum Teil selbstgeschneiderten Kostümen eine Modenschau, die wie eine Zeitreise war. Foto: Blazy, Achim (abz)

Lesungen (unter anderem zu Mädchenbüchern um 1900 und zu Texten verfemter Autoren), ein Kinderprogamm und Workshops rundeten das Angebot ab. Doch damit nicht genug: Ratiner Künstler präsentierten ihre Werke, Vereine und Kulturschaffende informierten über ihre Arbeit. Erst am späten Nachmittag war der Kulturtag vorbei. Mit vielen Eindrücken gingen die Besucher nach Hause. Und wer wollte, der konnte sich obendrein im Bibliobus nach französischen Medien umschauen. Also: keine Langeweile.

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