150 Jahre Feuerwehr Heiligenhaus das Feierprogramm

Heiligenhaus : Feuerwehr rüstet sich fürs große Feiern

Zum 150-jährigen Bestehen gibt es einen Festakt und eine Ausstellung. Für Anfang Juni ist eine „Blaulichtmeile“ geplant.

Feuerwehrgeschichte an drei Fahrzeugen ablesen? Kein Problem im Hof der Heiligenhauser Wache. Der Wagen von Feuerwehrchef Ulrich Heis wird gerade am Eingang mit Strom betankt und am anderen Hof-Ende steht der Magirus-Deutz der Werksfeuerwehr Bayer Leverkusen aus dem Jahr 1961. Nicht zu vergessen: Mittendrin der Wagen für den aktuellen Tagesbetrieb, das Fahrzeug für „Erstausrücker“, wie Heis es nennt. Das ganze Ensemble dient eigentlich keinem Showeffekt. Wohl aber als Kulisse für ein besondere Kapitel aus dem Jahreskalender der Freiwilligen Feuerwehr. Sie wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Das Feierprogramm beginnt am Wochenende.

Der erste motorisierte Feuerwehrwagen in der Stadt: Bestellt wurde am 31. Januar 1929 eine Autospritze „Typ Remscheid“. Foto: RP/feuerwehr Heiligenhaus

Höchste Zeit also, die gedruckten Einladungen und Plakate zu erläutern. Das übernahmen am Dienstag neben Heis die beiden Feuerwehrsprecher Nils Vollmar und Dominic Wulf. Gemeinsam erleben sie gerade: Ein Jubiläum zu planen ist eine feine Sache. „Aber zugleich auch ein Kraftakt, eine positive Anspannung, die wir schon bemerken“, wie Vollmar sagt.

Das liegt nicht zuletzt an den vielen guten Ideen, die man umsetzen möchte. Eine ganze Reihe davon schon beim internen Festakt mit geladenen Gästen zum Jubiläum am Freitagabend. Da nimmt man es mit der Pünktlichkeit sehr genau. „Ein Glockenschlag wird an Uhrzeit und Datum unserer Gründung erinnern“, sagt Wulf. Gegründet wurde die Wehr an der Hauptstraße 171, zu Zeiten des Gasthofs „Zur Krone“. An dieser Stelle steht inzwischen die Woolworth-Filiale. Die Organisatoren wollen nicht alles vorab preisgeben. Aber soviel doch noch zum Festakt: Es wird bewegte Bilder geben von Orten, die für die Heiligenhauser wehr von besonderer Bedeutung sind.

Die Glocke stammt übrigens aus Isenbügel. Das ehemalige Gerätehaus dort hatte einen hölzernen Glockenstuhl unterm Dach. Den hat man kurzerhand nachgebaut, auf dass die Originalglocke sekundenpünktlich und stilecht für die Festakt-Gäste ertönen kann.

Zum Jubiläum gibt es auch eine neue Adresse. Die Feuerwehr firmiert demnächst unter der Adresse „Dr.-Julius-Held-Straße 1“. Ein Teil der bisherigen Friedhofsallee wird umbenannt. „Ein Problem ist das nicht, weil es keine weiteren Anlieger gibt“, sagt Heis. Aber eben eine Geste zum Jubiläum, von dem sich am Samstag auch die Teilnehmer am internen Feuerwehr-Verbandstag ein Bild machen werden.

Nächste Gelegenheit, in die Feuerwehr-Historie einzutauchen, bietet am Sonntag, 13 Uhr, im Rathaus die Eröffnung der Foto-Ausstellung zum Jubiläum.

Und parallel laufen die Planungen für die große „Blaulichtmeile“ zwischen Rathausplatz und Kirchplatz am 2. Juni.