Heiligenhaus: 100 000 Euro – "guter Start"

Heiligenhaus: 100 000 Euro – "guter Start"

Geld aus dem Konjunkturpaket soll auch für die Gesamtschule fließen. Schulleiterin Gabriele Arnsmann hat schon vor Monaten zusammengestellt, welches Raumprogramm die Schule braucht. Ihr Antrag liegt im Rathaus vor.

Während der Osterferien ist Gabriele Arnsmanns Dienstzimmer unbenutzbar. Grund ist eine Art Domino-Effekt beim Renovieren an der Hülsbecker Straße: "Möbel des Sekretariats stehen bei mir, weil dort neuer Teppich verlegt wird", erklärte die Gesamtschulleiterin gestern. Verglichen mit den baulichen und organisatorischen Veränderungen, die in den kommenden Monaten auf die Schule zukommen werden, ist neuer Teppich fürs Sekretariat allerdings Kleinkram, ebenso die Reparaturen an maroden Treppenstufen im Gebäude, die derzeit laufen. Über das, was die Gesamtschule in Zukunft braucht, hat die Schulleiterin die Verwaltung schon vor Monaten in einem Antrag informiert. Sie sei mit ihrer Bestandsaufnahme lediglich den landesrechtlichen Vorgaben zur Ausstattung von Schulen gefolgt, sagte sie gestern gegenüber der RP.

Eklatanter Platzmangel

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Das Ergebnis: eklatanter Raummangel. Zwar sei es nicht mehr so arg wie im vergangenen Jahr, als im Lehrerzimmer kaum Arbeit möglich war, weil sich rechnerisch zwei Lehrer einen Stuhl zu teilen gehabt hätten. Trotzdem steht "Schaffung von Büroraum für Schulleitung und Koordinatoren in Arnsmanns Antrag an erster Stelle. Begründung: derzeit gebe es fünf Büros, die von neun Personen genutzt würden. Ziel: ein eigenes Büro für jedes Mitglied der Schulleitung. Der "Ausbau vorhandener Raumreserven" steht an zweiter Stelle. Unterzubringen wären unter anderem Raum für zentrale Prüfungen, ein Aufenthaltsraum für Schüler und ein "Selbstlernzentrum" für die Oberstufe. Die Bedarfsliste der Schulleiterin umfasst weiterhin sieben Fachräume. Für die nächste Zukunft sehen Schulleitung und Schulpflegschaft am ehesten die Möglichkeit, bisher nicht genutzte Dachräume auszubauen. Die bautechnischen Fragen hängen eng zusammen mit der künftigen Organisationsform der Schule. "Die Diskussion um einen Gesamtschul-Zweckverband macht Sinn", sagt der Schulpflegschaftsvorsitzende Dr. Uwe Silberberger. Das künftige Konstrukt zu schaffen, sei allerdings Sache der Stadt als Schulträger. Aus Arnsmanns Sicht ist der Zweckverband mit Velbert eine der denkbaren Möglichkeiten. Es gebe aber auch andere Modelle – einen Verband in Trägerschaft des Kreises. Einen solchen Verband gebe es bereits in Langenfeld. Zu bedenken gibt sie auch, dass "ein guter Teil unserer leistungsstarken Schüler aus Mettmann kommt".

(RP)