Radevormwald: Zukunft des Tierheims ist weiter unsicher

Radevormwald: Zukunft des Tierheims ist weiter unsicher

Rund 20 Prozent der Tiere im Tierheim Remscheid-Lennep stammen aus Radevormwald. Ihre Zukunft ist nun ungewiss: Nach Ankündigung der Stadt Remscheid, das Geld an den Tierschutzverein als Dienstleister um 10 000 Euro zu kürzen, weiß Vereinsvorsitzende Ulrike Schmidt nicht, wie es weitergehen soll. Die Stadt Radevormwald bekräftigt indes, ihre Beiträge als Vertragspartner weiterhin zu bezahlen.

Alternativen suchen

"Noch habe ich keine Kündigung von der Stadt Remscheid erhalten. Der Vertrag soll wohl aber zum Ende des Jahres gekündigt werden", erklärt Ulrike Schmidt. Ob das Tierheim eine Zukunft hat, kann die Vorsitzende noch nicht beantworten. "Alles ist noch in der Schwebe, aber wenn der Vertrag gekündigt wird, müssen wir neu über unsere Dienstleistungen verhandeln."

Dietmar Reuß, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales in Radevormwald, will an der Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein festhalten: "Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Tierheim und dem Tierschutzbund gemacht und wollen diese Arbeit auch in Zukunft fortsetzen." Die Beiträge an den Tierschutzverein als Dienstleister werde die Stadt weiterhin überweisen und nicht — wie die Stadt Remscheid — an dieser Stelle sparen: "Wir werden unseren Beitrag in gleicher Höhe aufrechterhalten, weil wir sehr am Erhalt des Tierheims interessiert sind."

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Falls es zur Schließung des Heimes kommen sollte, müsste die Stadt aber nach einer adäquaten Alternative in der Umgebung suchen und einen "Neuanfang vorbereiten", wie Fachbereichsleiter Dietmar Reuß es nennt. "Wir erwarten nicht, dass es zur Schließung kommen wird, aber falls doch, würden wir einen neuen Vertragspartner suchen", versichert Reuß.

In Wipperfürth gebe es ein Tierheim, auf das man gegebenenfalls ausweichen könnte. "Und im gesamten Oberbergischen Kreis gibt es noch mehr Alternativen. Das müsste dann geprüft werden."

(RP)