Ökumenische Initiative : Zehn Jahre Mode aus zweiter Hand

Ökumenische Initiative : Zehn Jahre Mode aus zweiter Hand

Die Ökumenische Initiative feierte am Samstag den zehnten Geburtstag ihres Second-Hand-Shops in Radevormwald. Nach einer Andacht trafen sich die Gäste im Haus der Begegnung.

Vor zehn Jahren ist die Idee zu einem Second-Hand-Shop der Ökumenischen Initiative relativ spontan entstanden. Schon damals war Christa Heilmann von der Idee begeistert und das ist sie, ein Jahrzehnt später, immer noch. „Wir hatten damals ein Lager am Gaswerk in Radevormwald, in dem sehr viel Kleidung gelagert wurde. Dort sind die Sachen verkommen und das war einfach zu schade. Genau zu dieser Zeit wurde das Ladenlokal an der Kaiserstraße frei“, sagt die Mitarbeiterin des Geschäftes. Wie es der Zufall wollte, konnte die Ökumenische Initiative damals die gesamte Einrichtung des Geschäfts übernehmen. „Wir haben die Kleidungsstücke gewaschen, gebügelt und an die Kaiserstraße gebracht. So ist der Second-Hand-Shop entstanden.“

Mit ihren Kolleginnen, Kunden, Unterstützern und dem Vorstand der Ökumenischen Initiative feierte Christa Heilmann den zehnten Geburtstag des Geschäfts am Samstag im Haus der Begegnung. Nach der Marktandacht kamen alle Gäste am Schlossmacherplatz zusammen, um auf die Geschichte des Modegeschäfts zurückzublicken.

Genau wie Christa Heilmann ist auch Gertrud Hintz von Anfang an mit dabei. Zu zweit haben sie einige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen kommen und gehen sehen und dafür gesorgt, dass sich der Second-Hand-Shop zu einem richtigen Modegeschäft entwickelt hat. „Wir haben hochwertige Markenkleidung für Damen und Herren. Bei uns findet man klassische Teile, aber wir achten auch auf Trends und kümmern uns regelmäßig um neue Schaufenster, damit unser Geschäft ansprechend bleibt“, sagt Gertrud Hintz.

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Unterstützer des „Er-Sie-Es Second-Hands“ spenden regelmäßig Kleidung, die man direkt bei den Mitarbeitern vor Ort abgeben kann. Momentan besteht das Organisationsteam aus 13 Frauen.

Anne Loth, die Geschäftsführerin der Ökumenischen Initiative, freut sich über das ehrenamtliche Engagement und über die Zusammenarbeit innerhalb der Ökumenischen Initiative. „Das Geschäft in Radevormwald arbeitet eng mit dem Möbellager in Wipperfürth zusammen. Der Austausch funktioniert gut.“ An der Kaiserstraße finden die Kunden seit einigen Jahren nämlich nicht nur Kleidung, sondern auch Accessoires für das eigene Heim, wie ein schönes Kaffeeservice.

Die Botschaft des Ladens soll nicht nur sein, dass Kleidung nicht immer teuer seien muss, sondern stellt sich auch gegen die Konsumwelt. „Wir wollen der Wegwerfgesellschaft entgegenwirken. Das ist eine wichtige Botschaft des Geschäfts, die wir in den zehn Jahren etabliert haben“, sagt Peter Hennecke, Vorsitzender der Ökumenische Initiative, im Gespräch mit unserer Zeitung.

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