Analyse: Zahlreiche Spontanstimmen für die AfD in Rade

Analyse : Zahlreiche Spontanstimmen für die AfD in Rade

Radevormwald (wos) Dass Carsten Brodesser für die CDU das Direktmandat erreicht hat, war sicherlich keine Überraschung. Die CDU hatte immer klar gewonnen, zuletzt konnte Friedhelm Julius Beucher von der SPD den CDU-Kandidaten Klaus-Peter Flosbach 1999 knapp schlagen. Bei den Zweitstimmen musste die Partei, die im Mai bei der Landtagswahl noch sehr erfolgreich war, im Bundestrend viele Federn lassen. Radevormwald hat im Mai mit Remscheid und jetzt wieder mit Oberberg gewählt.

Radevormwald (wos) Dass Carsten Brodesser für die CDU das Direktmandat erreicht hat, war sicherlich keine Überraschung. Die CDU hatte immer klar gewonnen, zuletzt konnte Friedhelm Julius Beucher von der SPD den CDU-Kandidaten Klaus-Peter Flosbach 1999 knapp schlagen. Bei den Zweitstimmen musste die Partei, die im Mai bei der Landtagswahl noch sehr erfolgreich war, im Bundestrend viele Federn lassen. Radevormwald hat im Mai mit Remscheid und jetzt wieder mit Oberberg gewählt.

Michaela Engelmeier hat für die SPD in Rade mit 25,4 Prozent mehr Erststimmen erhalten als die Partei Zweitstimmen (21,8 Prozent). Die Sozialdemokraten scheinen sich auch in Radevormwald Gedanken machen zu müssen, damit die Abwärtsspirale nicht noch weiter nach unten geht, auch wenn sie bei der Landtagswahl fünf Prozent mehr erhielten (26,6 Prozent). Angesichts des hohen Durchschnittsalters der Führungskräfte und der langen Dauer ihrer Amtszeit darf man gespannt sein, wie die örtliche SPD das meistern will.

Die FDP ist bei den Zweitstimmen in Rade die dritte Kraft und liegt über dem Bundestrend. Die Grünen liegen dagegen zwar über fünf Prozent (6,3), aber unter dem Bundesergebnis. Die Linke hat in Rade ein Ergebnis wie die Grünen erzielt.

Die AfD hat ihre Prozentzahl im Vergleich zu 2013 verdoppelt und knapp elf Prozent der Zweitstimmen erhalten und auch gegenüber der Landtagswahl noch einmal zugelegt. Das beste Ergebnis bei den Zweitstimmen gab es in Dahlhausen (17,9 Prozent), hohe Ergebnisse in der Nordstadt (17,6), in Hölterhof, in der Südstadt und in Vogelsmühle. Viele Wähler scheinen der AfD aus Protest spontan ihre Stimme gegeben zu haben, weil sie in den Briefwahlbezirken zwischen 5, 6 und 7,3 Prozent lag.

Einzelkandidat Felix Staratschek (Familie & Umwelt) hat in Rade bei den Erststimmen 1,24 Prozent erreicht, in Oberberg erzielte er 0,3 Prozent der Erststimmen. Ihn wählten 124 Rader und 465 Oberberger.

(RP)
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