Radevormwald: Wupperverband warnt vor dem Eis

Radevormwald: Wupperverband warnt vor dem Eis

Die Talsperren sind beliebte Ziele. Auf das Eis sollte man sich aber nicht wagen.

Der Winter ist mit eisigen Temperaturen teils deutlich unter dem Gefrierpunkt im Februar noch einmal mit Gewalt ins Bergische Land zurückgekommen. Was an klaren Wintertagen wunderschön ist, sorgt in den Nächten für klirrende Kälte - und teils gefrorene Gewässer. Da liegt der Gedanke nahe, eine muntere Rutschpartie übers Eis zu wagen.

Doch auch wenn einem die Finger gefrieren und die Nase und Wangen puterrot sind - man sollte sich tunlichst nicht auf die Eisflächen der Talsperren oder der anderen Gewässer wagen. Denn es herrscht Lebensgefahr. Die Talsperren in der Region - Eigentümerin ist zumeist der Wupperverband - sind bei Spaziergängern beliebte Ziele. "Darüber hinaus betreibt der Wupperverband für die EWR GmbH auch noch die Eschbach-Talsperre", sagt Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbandes. Für andere Gewässer, etwa Teiche oder Tümpel, sei die Stadt oder gegebenenfalls Privateigentümer zuständig.

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Die kleineren Talsperren sind derzeit wegen der kalten Temperaturen zugefroren. "An den größeren, wie etwa der Wupper-Talsperre, gibt es stellenweise Eisbildungen an den Rändern oder in den ruhigeren und schattigeren Bereichen", sagt Fischer. Davon dürfe man sich nicht täuschen lassen: "Grundsätzlich gilt nämlich für alle Talsperren: Das Betreten von Eisflächen ist lebensgefährlich und daher verboten", sagt Fischer. Grund dafür sei der ständig schwankende Wasserstand. Dadurch können sich unter einer Eisfläche Hohlräume bilden, die beim Betreten dann schnell einbrechen. Dabei spiele es keine Rolle, wie lange es wie kalt sei, betont Fischer: "Eisflächen auf Talsperren dürfen aus diesem Grund niemals betreten werden."

Damit sich dieses Verbot bei den Spaziergängern verinnerlicht, stellt der Talsperrenbetreiber zum Anfang jeder Wintersaison entsprechende Warnschilder auf, auf denen steht: "Eisflächen nicht betreten!" Sollten Augenzeugen dennoch Menschen unbefugterweise auf der Eisfläche sehen, sollten sie nicht zögern und den Notruf 112 der Feuerwehr rufen. Um dem unbefugten Betreten der Talsperren entgegenzuwirken, seien einige der Talsperren, etwa die Panzer-Talsperre oder die Eschbach-Talsperre, zudem eingezäunt. Neben der Prävention seien die Mitarbeiter des Talsperrenbetriebs bei den täglichen Kontrollen der Talsperren derzeit besonders aufmerksam: "Die Kollegen achten momentan explizit darauf, ob sich jemand den Eisflächen nähert. Bei Bedarf werden die Betreffenden auch angesprochen und über die Gefahren des Betretens der Talsperren aufgeklärt", betont Fischer weiter. Sonderkontrollen gebe es hingegen nicht. Wichtig sei vor allem, dass Eltern ihre Kinder beaufsichtigten, denn die seien unter Umständen schnell auf dem verlockenden Eis.

(RP)