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Wupper-Talsperre ist nur noch zu 26 Prozent gefüllt

Wetter in Radevormwald : Talsperren-Pegel niedrig wie selten – nur noch zu 26 Prozent gefüllt

Anhaltende Trockenheit sorgt weiterhin für einen sinkenden Wasserspiegel. Die Wuppertalsperre ist zu weniger als einem Drittel gefüllt – doch Regen ist für die nächsten Tage angesagt.

Die Uferstreifen werden immer breiter, und die ersten Erhebungen werden als Inseln im Wasser sichtbar – der Pegel der Wupper-Talsperre ist in diesen Tagen so niedrig wie selten. Der Grund ist der ungewöhnlich trockene Sommer – schon der zweite in Folge. Für viele ein Beweis, dass der Klimawandel sich immer deutlicher bemerkbar macht.

„Die Wupper-Talsperre ist nach dem aktuellen Stand nur noch zu 26 Prozent gefüllt“, erklärt Susanne Fischer, die Sprecherin des Wupperverbandes. Als Brauchwassertalsperre hat sie in den vergangenen Monaten einen großen Teil ihres Wassers abgegeben, damit die Wupper einen stabilen Wasserpegel behält. „Den letzten ergiebigen Regen hatten wir im März“, erinnert sich Fischer. April und Juni seien sehr trocken gewesen, im Juli sei dann etwas Niederschlag gefallen, aber der August sei ausgesprochen regenarm gewesen. Und auch der September war bislang trocken – immerhin soll es ab Freitag Regen geben. Wie ergiebig er ausfällt, bleibt abzuwarten. „Wenn es dann einmal regnet, dann füllt sich die Wupper-Talsperre wieder schnell, weil sie ein großes Einzugsgebiet hat“, versichert die Verbandssprecherin.

So sorgenvoll manche Bürger den niedrigen Pegel der Talsperre betrachten mögen, es besteht noch kein Grund zur Befürchtung, der Wupper könnte das Wasser ausgehen. Zwar seien einige Bäche inzwischen ausgetrocknet, doch bis der Fluss selber versiegt, müsste schon einiges passieren. „Wir sind froh, dass wir am Oberlauf noch viele Talsperren haben“, sagt Susanne Fischer. Und auch die Bever-Talsperre ist noch zur Hälfte gefüllt. Zudem habe es bereits weitaus niedrigere Pegel gegeben, etwa Mitte der 1990er Jahre.

Fischers Fazit: „Für die Freizeitaktivitäten an den Talsperren der Wupper war es bislang ein gutes Jahr – für die Wasserwirtschaft weniger.“