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Wolfgang Bosbach schaltete sich in Rader CDU-Videositzung ein

CDU in Radevormwald : Wolfgang Bosbach schaltet sich in Rader Videositzung ein

Der CDU-Politiker aus Bergisch Gladbach beantwortete die Fragen der interessierten Teilnehmer. Obwohl er seit 2017 im Ruhestand ist, nimmt der Anwalt noch immer regelmäßige an Konferenzen, TV-Sendungen und anderen Veranstaltungen teil. Gesprochen wurde auch über die Corona-Krise.

Die Junge Union in Radevormwald lädt während der Corona-Krise prominente Gäste ein, die sich in die digitalen Vorstandssitzungen einwählen können. Nachdem vor einigen Wochen Philipp Amthor aus Berlin zugeschaltet war, nahm diese Woche Wolfgang Bosbach aus Bergisch Gladbach an der Sitzung teil.

Der CDU-Politiker saß 23 Jahre im Deutschen Bundestag und war Vorsitzender des Innenausschusses. 2017 ging der Anwalt eigentlich in den Ruhestand, aber wirklich ruhig ist sein Leben nicht. Oft ist er zu Gast im TV, auf Konferenzen oder eben vor dem Bildschirm, um an der Sitzung der JU teilzunehmen. Die Vorstandssitzung verfolgten am Donnerstagabend durchschnittlich 150 Menschen über Facebook und 50 über Instagram.

Dejan Vujinovic, Stadtverbandsvorsitzender der JU, begrüßte zu der Sitzung auch des Stadtverbandsvorsitzenden Gerd Uellenberg und Fraktionschef Dietmar Busch. Nach der Begrüßung und ersten Fragen zum Kennenlernen, die Mats Großmann an Wolfgang Bosbach stellte, wurde die offene Fragerunde an den Politiker eröffnet.

Vujinovic interessiert sich dafür, wie sich das Leben des Juristen nach dem Bundestags-Mandat und in diesem Jahr durch das Corona-Virus verändert hat. „Mein Leben wird jetzt nicht mehr durch den Sitzungskalender bestimmt, aber ich kriege immer noch 3000 Einladungen jedes Jahr. Das ist ungefähr die Hälfte, als zu Bundestags-Zeiten. Ich bin viel unterwegs. Durch die Krise befasse ich mich noch mehr mit Reiserecht“, sagt der Anwalt.

JU-Mitglied Jannis Kaplan fragt sich, ob Bosbach noch einmal für den Bundestag kandidieren würde. „Wenn ich jünger wäre, sofort. Ich habe mir damit einen politischen und beruflichen Traum erfüllt und deutlich mehr positive als negative Erfahrungen gemacht.“

Thema war am Donnerstagabend auch die Corona-Politik. „Ich habe nicht so schnell mit so vielen Lockerungen gerechnet. Im Vergleich zu anderen Industrienationen steht Deutschland sehr gut da. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Wirtschaft und das soziale Zusammenleben können wir erst in einigen Jahren sehen.“

Zuschauer Volker Großmann, der in Radevormwald das Sozialamt leitet, interessiert sich für die Einschätzung des Politikers zur Asylpolitik in diesem Jahr. „Die Humanität darf nicht unter der Corona-Krise leiden. Ich finde es gut, dass Deutschland Kinder und Jugendliche, zusammen mit anderen Ländern, aufnehmen will. Natürlich sind die Rahmenbedingungen durch die Infektionsgefahr anders.“

Zur Öffnung der Schulen und Gestaltung der Abschlüsse in diesem Schuljahr äußerte sich Wolfgang Bosbach auch. „Ich vertraue den Lehrern. Sie können ihre Schüler fair und richtig benoten und es darf keinen Corona-,Rabatt’ geben. Die Schulen müssen die Hygienevorschriften schnell umsetzen und stehen vor großen Aufgaben, die sie gut meistern.“