Wirtschaft in Radevormwald: Bürgerversammlung zum Einzelhandel

Wirtschaft in Radevormwald : Bürgerversammlung zum Einzelhandel

Die Stadt Radevormwald aktualisiert ihr Einzelhandelskonzept. Bei einer Veranstaltung im Bürgerhaus am 26. September können die Rader Vertretern des beauftragten Büros Fragen stellen und über einzelne Punkte diskutieren.

Bei der Aktualisierung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Radevormwald werden nun auch die Bürger das Wort haben. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Öffentlichkeit an der Fortschreibung des Konzeptes beteiligt werden soll – mit einer  Bürgerversammlung.

Das Datum steht nun fest. Am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr wird die Fortschreibung des Konzeptes im Mehrzweckraum der Bürgerhauses vorgestellt. Die Details erläutert das beauftragte Büro Junker und Kruse. Die Bürger sollen jedoch nicht nur den Ausführungen der Fachleute lauschen, vielmehr seien Rückfragen und Diskussionsbeiträge ausdrücklich erwünscht, teil die Verwaltung mit.

Im Juni hatte das Büro der Politik erste Eckpunkte für die Fortschreibung des Konzeptes vorgestellt. Nun gab es weitere Ausführungen, unter anderem zu den einzelnen Sortimenten. Auf diesem Gebiet sehen die Experten noch Luft nach oben für die Rader Geschäfte, vor allem was Lebensmittel, Bekleidung, Hobby- und Sportartikel betrifft. Gerade was die letzteren Branchen angehe, fließe viel Kaufkraft in benachbarte Städte.

Grundsätzlich sollten Einzelhandelsbetriebe mit einem „nahversorgungsrelevanten Kernsortiment“ im zentralen Versorgungsbereich der Innenstadt liegen. Eine Ausnahme sei denkbar, wenn der Standort „eine städtebaulich integrierte Lage“ aufweise oder „das Vorhaben der Nahversorgung“ diene.

Mit einer Karte erläuterten die Vertreter des Büros ihren Vorschlag, einen genau abgegrenzten Bereich in der Innenstadt zu definieren, der als „zentraler Versorgungsbereich“ gelte. Im Westen reicht dieser zur Kaiserstraße bis etwa zur Höhe der Katholischen Grundschule Lindenbaum, im Norden umschließt er Kino, Rathaus und Hohenfuhrplatz, im Süden reicht er bis zu B 229 und im Osten schließt er die Rewe- und Lidl-Märkte mit ein.

Ein wesentlicher Punkt ist es, die Angebote des Einzelhandels so zu lenken, dass die Geschäfte im Stadtkern nicht durch Angebote „auf der grünen Wiese“ bedroht werden. Grundlage ist eine Sortimentsliste, die das Büro nun vorgelegt hat und die über das Ratsinformationssystem eingesehen werden kann (www.radevormwald.de).

Wer sich den Entwurf zur Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes in der Zeit vom 30. September bis zum 25. Oktober anschauen möchte, kann dies im Fachbereich Bauverwaltung im Rathaus, Hohenfuhrstraße 13, Zimmer A.08. Während dieser Frist können auch Stellungnahmen der Bürger abgegeben werden.

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