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Wiederbelebung der Wuppertalbahn wird geprüft

Politik in Radevormwald : Wiederbelebung der Wuppertalbahn wird geprüft

Der Kreisentwicklungsausschuss hat dafür gestimmt, dass eine technische Vorstudie einer möglichen Reaktivierung des Abschnitts zwischen Dahlhausen und Oberbarmen finanziell unterstützt werden soll.

Eine Wiederbelebung der Bahnstrecke zwischen Radevormwald und Wuppertal – das hätte vor Jahren noch illusorisch geklungen. Doch inzwischen wird diese Idee wieder ernsthaft diskutiert, unter anderem am Montag in einer  Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses in Gummersbach.

Der Hintergrund: Auf Initiative der Stadt Radevormwald und des Oberbergischen Kreis beabsichtigt die Nahverkehr Rheinland GmbH mit Stadt und Kreis sowie der Stadt Wuppertal und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr eine Vorstudie in Auftrag zu geben. Damit soll die technische Untersuchung der historischen Wuppertalbahn von Dahlhausen bis Oberbarmen darauf geprüft werden, ob Schienenpersonennahverkehr dort wieder denkbar ist. Der Ausschuss sollte nun entscheiden, ob die Kreisverwaltung sich an der Vorstudie finanziell beteiligen soll.  Wie der Vorsitzende Thomas Jüngst (CDU) auf Anfrage bestätigte, haben die Mitglieder für die Beteiligung gestimmt.

Die Fraktion von Bündnis 90/Grüne im Radevormwalder Rat hat für die kommende Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses zu diesem Thema nun eine Reihe von Fragen an die Verwaltung. So möchten die Fraktionsmitglieder wissen, in welcher Höhe sich Radevormwald an den Kosten für die genannte Vorstudie beteiligen wird und ob diese Summe im Haushalt berücktsichtigt worden ist. Ebenso bitten die Grünen um Auskunft, ob der Wuppertrail, der die Strecke für Draisinentouren nutzt, und der Eigentümer der Strecke, der Förderverein Wupperschiene, in diese Überlegungen einbezogen worden sind.

Im vergangenen Sommer hatte sich Radevormwalds Bürgermeister Johannes Mans und Bauverwaltungsamtsleiter Burkhard Klein bei einem Treffen mit dem damaligen Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke über die Möglichkeiten einer Wiederbelebung der Strecke ausgetauscht. Anschließend hatte es ein Treffen mit Ulrich Grotstollen, dem Vorsitzender des Fördervereins Wupperschiene, und Hans-Georg Pitzen von der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK), gegeben. Grotstollen hatte signalisiert, dass ein solches Projekt auf der denkmalgeschützten Strecke durchaus vorstellbar wäre.