1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Wie Radevormwalder Abgeordnete derzeit im Landtag arbeiten

Politik in Radevormwald : Beschlüsse fassen in der Krise

Die Radevormwalder Abgeordneten tagen derzeit in einem verkleinertem Plenum. Besuchergruppen sind zum Parlament in Düsseldorf derzeit nicht zugelassen.

Die Fraktionen im Landtag treffen in diesen Tagen weitreichende Entscheidungen. „Am 24. März habe ich dem Rettungspaket des Landes in Höhe von 25 Milliarden Euro zugestimmt“, berichtet Sven Wolf (SPD), Landtagsabgeordneter für Radevormwald. Derzeit werden Regelungen für Schulabschlüsse oder der Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal in der Corona-Krise diskutiert. „Aus diesem Grund wird es auch am Gründonnerstag eine Sitzung geben“, teilt Wolf unserer Redaktion mit. Die Sitzungen finden in kleinerer Runde statt, die Sicherheitsmaßnahmen sehen Abstand vor. „Links und rechts neben mir sind die Sitzplätze daher frei“, sagt der Abgeordnete und räumt ein. „Die Stimmung ist schon ein wenig beklemmend. Besuchergruppen sind nicht mehr zugelassen, auf den Korridoren achtet man darauf, sich nicht zu nahe zu kommen.“ Aus Radevormwald erreichten ihn in diesen Tagen unter anderem Anfragen von Kleinunternehmern und auch von Vereinen, die sich über die Möglichkeiten von Hilfen in der aktuellen Situation informieren möchten.

Wolfs Parlamentskollege von der CDU, Jens-Peter Nettekoven, zeigt sich derweil froh darüber, dass der Landtag am Mittwoch sein Kommunalschutz-Paket verabschiedet hat: „Das ist ein wichtiges Signal für die Stadt Radevormwald, die derzeit Ertragsausfälle unter anderem aufgrund weniger Gewerbesteuern zu verzeichnen hat und gleichzeitig vermehrt soziale Einrichtungen unterstützen und Gehälter weiter zahlen muss.“

Sven Wolf betont: „Wir haben eine Gesundheitskrise, aber keine Demokratiekrise. Denn der Landtag kann unter den geschilderten Einschränkungen jederzeit zusammentreten.“