Radevormwald: Wichtige Tipps von der Standesbeamtin

Radevormwald: Wichtige Tipps von der Standesbeamtin

Der schönste Tag im Leben als Paar stand am vergangenen Wochenende bei der Hochzeitsmesse im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz im Mittelpunkt. Die Rader Standesbeamtin Dagmar Conrad hat sich in den vergangenen 25 Jahren um unzählige Liebende gekümmert und ihnen bei der Vorbereitung geholfen.

Denn bevor die standesamtliche Trauung stattfinden kann und Romantik in der Luft liegt, müssen sich Verlobte um viel "Papierkram" für die Anmeldung zur Eheschließung kümmern. Das kann unter Umständen kompliziert und teuer sein. Auch Ort und Tag der Eheschließung wollen geklärt werden.

Ein deutsches Paar, noch nie verheiratet und kinderlos — das ist einer der "einfachen" Fälle im Standesamt. "Je nach Lebensgeschichte der Heiratswilligen unterscheiden sich die Unterlagen, die vorgelegt werden müssen bei der Anmeldung zur Eheschließung", erklärt Dagmar Conrad im Gespräch mit der BM. In dem genannten Fall müsste das Paar eine Abschrift des Geburtseintrags, den Personalausweis und gegebenenfalls auch eine Meldebescheinigung vorlegen. Die Grundgebühr für eine Anmeldung liegt bei 40 Euro.

Andere Dokumente

Doch bei unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten des künftigen Ehepaars müssen andere Dokumente vorgelegt werden. Und die müssen gegebenenfalls von den für sie zuständigen Konsulaten herbeigeschafft und bezahlt werden. Wenn einer der Verlobten eine ausländische Staatsangehörigkeit hat oder die Hochzeit im Ausland stattfinden soll, sind Unterlagen wie das "Ehefähigkeitszeugnis" vorzulegen. "Damit wird geklärt, ob die Ehe nach dem Heimatrecht durchgeführt werden darf", erklärt die Standesbeamtin. Und übersetzt werden muss das Dokument auch. Kosten, an die das verlobte Paar denken sollte. Heiratsurkunde (zehn Euro) und das Familienstammbuch (falls gewünscht, ab 15 Euro) wollen auch bezahlt werden.

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Die Frage nach Ort und Tag der Eheschließung sollten die Verlobten frühzeitig klären. "Es sind nicht nur Schnapszahlen, an denen Paare heiraten wollen. Die einen wollen den Tag des ersten Kusses oder den des Kennenlernens. In jedem Jahr sind es andere Termine, die auch uns im Standesamt überraschen, weil plötzlich viele an dem einen Tag heiraten wollen." Um an einem der zwei Samstage im Monat in Rade zu heiraten, fällt eine zusätzliche Gebühr an: 66 Euro.

Vier Möglichkeiten

Als Ort der Eheschließung haben Liebespaare in Rade vier Möglichkeiten: im Haus Burgstraße 8 (hier heiraten die meisten), für kleine Gesellschaften bis zu 15 Personen im Historischen Gartenhaus (Aufpreis: 25 Euro), in der Küche des Heimatmuseums oder — von Juni bis August — auf der Uelfebad-Brücke.

Wer noch etwas Zeit zum Nachdenken über die Hochzeit braucht, hat sie auch noch nach der Anmeldung: Denn das Dokument bleibt sechs Monate gültig.

(RP)