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Radevormwald: Weiter Gelbe Säcke oder eine Gelbe Tonne?

Radevormwald : Weiter Gelbe Säcke oder eine Gelbe Tonne?

Die Stadt wird auf einen Vorschlag des Bergischen Abfallverbandes (BAV) im Beirat eine Entscheidung treffen müssen, berichtet Christoph Rösgen, Leiter Abfallwirtschaft. Für Vermieter gibt es keine Sonderregelung für Gelben Müll.

Gelbe Säcke sind seit ihrer Einführung ein Thema, das bei Bürgern immer wieder zu Protesten führt. Zuletzt hatten sich Leser wieder über eine Charge leicht reißbarer Beutel beschwert.

In der Ratssitzung der vergangenen Woche war gefragt worden, ob es für große Vermieter Sonderregelungen bei der Abfuhr von Gelben Säcken gibt. Nach Beobachtungen von Bürgern sollen in Dahlerau, im Bereich Keilbeck, Gelbe Säcke in einem ehemaligen Kiosk deponiert sein.

Christoph Rösgen berichtet dazu, dass es für Vermieter keine Sonderregelung gibt. "Auch bei Großvermietern werden die Gelben Säcke alle vier Wochen vom Entsorger eingesammelt und abgefahren", sagte Rösgen, "die Regelung ist für alle gleich." Zur Situation im Umfeld der Brede könne er nichts sagen, weil von dort noch keine Probleme gemeldet worden seien. Im Gegensatz dazu hatte der BAV über den Entsorger in der Südstadt im Frühjahr und Sommer in Absprache mit dem Ordnungsamt mehrfach Sperrmüll beseitigen müssen. Im Einsatz waren mehrere Container.

Durch eine Veränderung im Verpackungsgesetz müssen für einige Bereiche neue Regelungen getroffen werden. Christoph Rösgen erklärt: "Haushaltsmüll, Biomüll und Sperrmüll sind von den neuen Regelungen nicht erfasst. Betroffen sind die Abfuhr und Entsorgung von Altpapier und Altglas und von sogenanntem leichten Verpackungsmüll, der bisher in Gelben Säcken gesammelt wird." Das Verpackungsgesetz ist Anfang vergangenen Jahres im Bundestag beschlossen und im Juli 2017 vom Bundesrat genehmigt worden. Das Gesetz wird zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Da könnte es auch zu der Entscheidung kommen, ob weiter mit Gelben Säcken oder mit Gelben Tonnen und Containern gearbeitet wird. Auch die Abfallberatung muss neu organisiert werden. Für Radevormwald, das den Bereich der Abfallentsorgung vor einiger Zeit dem BAV übertragen hat, bedeutet dies, dass der BAV demnächst Vorschläge unterbreiten wird, wie es mit den einzelnen Materialien weitergehen könnte. Die Informationen des BAV werden über den Beirat transportiert. Dort sitzen neben den Vertretern des BAV auch Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Kommunalpolitik. Wann es die Abstimmungsvereinbarung gibt, steht noch nicht fest. "Wir sind dabei, die Vorschläge zu erarbeiten", sagt der Leiter Abfallberatung. BAV und Kommunen wird durch die Neuregelung die Möglichkeit eingeräumt, dem Dualen System Vorgaben zu machen. In Oberberg sind dies Abfall-Sammel- und Transportverband (Asto) und Bergischer Transportverband (BTV).

(RP)