Caritas Oberberg und Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen Weihnachtsbaum mit vielen Wünschen in der Sparkassenfiliale

Radevormwald · Ab sofort und noch bis zum 10. Dezember können Bürger sehnliche Wünsche von bedürftigen Kindern erfüllen. Die Aktion erfreut sich immer einer großen Beliebtheit.

 Willbert Paffrath, Michael Scholz, Michaela Sippel und Martina Engels (v.l.) mit den Kindern der katholischen Tagesstätte St. Marien.

Willbert Paffrath, Michael Scholz, Michaela Sippel und Martina Engels (v.l.) mit den Kindern der katholischen Tagesstätte St. Marien.

Foto: Jürgen Moll

Pünktlich zum ersten Adventswochenende haben es die ersten Wunschzettel wieder in die Filiale der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen in der Bergstadt geschafft: An einer weihnachtlich geschmückten Tafel nebst reich behangenem Tannenbaum sind die Wünsche angepinnt und warten darauf, von jemanden mitgenommen und erfüllt zu werden. Zur feierlichen Eröffnung des Wunschbaums in der Filiale an der Hohenfuhrstraße sangen die Kinder der Kita St. Marien Weihnachtslieder.

Finja (6) wünscht sich einen laufenden Hund und eine Playmobil-Kutsche. Elias (5) ein Feuerwehr- oder Polizeiauto von Lego und einen Löwen von Schleich. Hannah (6) wiederum würde sich über eine Stewardess-Puppe mit Flugzubehör freuen und eine kuschelige Katze. Diese Wünsche werden ihnen höchstwahrscheinlich ihre Eltern erfüllen. Denn Finja, Elias und Hannah sind glücklicherweise nicht von Armut betroffen.

Auf den Wunschzetteln am Weihnachtsbaum sind dennoch ähnliche Wünsche vermerkt, allerdings von Kindern, deren Familien sich kein üppiges Weihnachtsfest leisten können. Bücher oder eine Puppe, wünscht sich beispielsweise eine Sechsjährige, ein Federmäppchen des FC Bayern ein Siebenjähriger. Eine Fünfjährige würde sich dagegen über einen plüschigen Teddy mit Musik freuen.

Seit 20 Jahren betreut und begleitet Willbert Paffrath, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der Caritas Oberberg, die Wunschbaumaktion in der Region. Dass die Bedürftigkeit steige, stellt auch er fest. Als kleine Aktion begonnen, werden in diesem Jahr 600 Wunschzettel in der Region aushängen. In der Sparkassenfiliale an der Hohenfuhrstraße sind es 60. „Bislang konnten immer alle Wünsche erfüllt werden“, berichtet Paffrath zufrieden, der auch dieses Jahr, trotz der für alle angespannteren Lage, daran glaubt. Auch Michael Scholz von der Sparkasse ist überzeugt, dass kein Radevormwalder Kind in diesem Jahr leer ausgehen wird. „Bereits beim Aufhängen der Wunschzettel standen hier die Mitarbeiter der Filiale schon Schlange und haben sich einige mitgenommen.“ Noch aber hängen genügend Wünsche für alle anderen Bürger, die schon traditionell an der Aktion teilnehmen. „Es wird eigentlich immer sehr gut angenommen“, bestätigt Scholz.

In den meisten Fällen erfüllen die Schenker nicht nur den geäußerten Wunsch der Kinder, der einen Wert von 25 Euro nicht überschreiten sollte, und verpacken diesen schön, sondern fügen in der Regel sogar noch ein wenig Schokolade zu, verrät Paffrath anerkennend. „Die Menschen geben sich wirklich sehr viel Mühe bei der Aktion, und die Familien der Kinder, die die Geschenke erhalten, freuen sich riesig.“

Erreicht werden die betroffenen Familien im Übrigen über die verschiedenen Beratungsangebote der Caritas. „Wir kennen die Familien, wissen, wo Not ist und händigen dann gezielt den Wunschzettel aus, damit ihn die Kinder mit ihren Familien ausfüllen“, erklärt Paffrath das Prozedere. Die Schenker fügen dem Päckchen den mitgenommenen Wunschzetteln hierher wieder bei, damit dieses dann auch beim richtigen Kind landet. Die Caritas kümmert sich darum, die Geschenke einzusammeln und sie den Kindern auszuhändigen. „Immer wieder eine schöne Aktion“, finden Paffrath und Scholz.

Die Wunschzettel können ab sofort in der Sparkassenfiliale abgeholt werden. Erfüllte Wünsche sollten dann bis spätestens zum 10. Dezember wieder in der Filiale abgegeben werden, damit die irdischen Helfer des Christkindes Zeit genug haben, sie den Kindern bis zur Bescherung zu überreichen.

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