Radevormwald: Vorstand und Verwaltungsrat der Sparkasse einstimmig entlastet

Radevormwald: Vorstand und Verwaltungsrat der Sparkasse einstimmig entlastet

Der öffentliche Teil der Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen dauerte am Dienstagabend nur wenige Minuten.

Nach der kurzen Begrüßung verlas die Vorsitzende der Zweckverbandsversammlung, Karin Wroblowski aus Hückeswagen, den Beschlussentwurf, der mit dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband abgestimmt ist. Er hat den Inhalt, dass Vorstand und Verwaltungsrat für den Jahresabschluss 2016 entlastet werden. Es folgte ein einstimmiger Beschluss ohne weitere Äußerung. Dann löste sich die Versammlung mit den besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest auf.

Rückblende: Ende November hatte die Versammlung aus Kommunalpolitikern aus Rade und Hückeswagen die Entscheidung einer Entlastung noch verweigert, weil Mitgliedern Informationen fehlten. Da ging es auch um 45 Sitzungen des Verwaltungsrates und seiner Unterausschüsse in 2016, die Sitzungsgeld in Höhe von 68.000 Euro nach sich gezogen haben sollen, alleine 12.800 Euro für den Vorsitzenden und 6400 Euro für den Stellvertreter.

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Die Arbeit dieses Jahres und damit die Aufarbeitung von 2016 ist 2017 von zahlreichen wechselnden Personen geprägt. Der damalige Verwaltungsratsvorsitzende Christian Viebach ist Ende Juni zurückgetreten, Rades Bürgermeister Johannes Mans hat übernommen. Vorstandsvorsitzender Michael Kühl hat das Haus Ende Oktober verlassen, Vorstandsmitglied Thomas Palus scheidet zum Jahresende aus. Für 14 Monate führt jetzt Frank Jäschke die Sparkasse, die nach eigener Aussage aus betriebswirtschaftlichen Gründen Ende September drei Filialen geschlossen hat und für 2016 von guten Zahlen berichtete.

Nach der einstündigen nichtöffentlichen Sitzung zeigten sich alle zugeknöpft und verwiesen auf das in den Gesetzen verankerte Bankgeheimnis. Hückeswagens Bürgermeister Dietmar Persian sprach von einer "sehr positiven Stimmung. Alle Fragen konnten zufriedenstellend beantwortet werden". Mans ergänzte nur, dass man ausführlich diskutiert habe und man jetzt positiv nach vorne schauen wolle.

(RP)