Viel Resonanz bei Herz-Veranstaltung in Radevormwald

Sana-Klinikum Radevormwald : Sana klärt über Herzstörungen auf

Die Veranstaltung des Krankenhauses im Foyer des Bürgerhauses war am Mittwoch ungewöhnlich gut besucht. Zu den Referenten gehörte auch ein Vertreter der Deutschen Herzstiftung.

Dr. Volker Brockhaus, der Chefarzt der Inneren Medizin des Sana Krankenhauses in Radevormwald, war über den Andrang am Mittwochabend erstaunt. Zu dem Vortragsabend unter der Überschrift „Herzstolpern bis zum Hals – gefährliche und weniger gefährliche Herzrhythmusstörungen“ waren sehr viele interessierte Bürger gekommen. Das Foyer des Bürgerhauses war schnell voll und die Sitzplätze reichten nicht aus. „Wir sind über diesen Andrang erstaunt. Frühere Vortragsreihen haben wir im großen Saal gemacht, da waren nicht so viele Menschen da, deswegen sind wir heute auf das Foyer ausgewichen“, sagte der Chefarzt.

Er nimmt die Teilnehmerzahl als Barometer für die Brisanz und Relevanz des Themas. „Herzrhythmusstörungen kommen häufiger vor, als man denkt. Einige Patienten sind davon betroffen. Dass sie sich informieren wollen, ist ein gutes Zeichen“, sagte Brockhaus.

Eröffnet wurde der Informationsabend von Dr. Michael Zimmermann. Der Repräsentant der Deutschen Herzstiftung ermutigte seine Zuhörer, sich regelmäßig über Erkrankungen zu informieren und aufmerksam mit dem eigenen Körper umzugehen. „Die Deutsche Herzstiftung hat es sich zum Ziel gemacht die Bevölkerung aufzuklären und über Erkrankungen des Herzens zu informieren. Wir sind die Brücke zwischen Arzt, Patient und Wissenschaft. Seminare und Veranstaltungen wie diese zu unterstützen, ist wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.“

Dr. Joachim Gödke aus der Gemeinschaftspraxis Oberberg gab eine Einleitung in das Thema und erklärte aktuelle Diagnostik – und Therapieverfahren. „Das Vorhofflimmern ist die häufigste Störung des Herzens. Das ist, wenn man es richtig behandelt, nicht lebensbedrohlich. Unbehandelt können diese Störungen zu Herzschwäche oder einem Schlaganfall führen“, sagte der Arzt. Er wies darauf hin, dass das Risiko der Erkrankung mit dem Lebensalter steigt und es verschiedene Formen des Vorhofflimmerns gibt. „Führen sie regelmäßig eine Blutdruckkontrolle durch und messen sie selber ihren Puls, um ein Gefühl für ihren Körper zu bekommen“, ermutigte er die Zuhörer. Warum bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen oft mit Gerinnungshemmern gearbeitet wird, erklärte er auch. „Durch die Störung können sich Blutklumpen bilden, die im Gehirn einen Schlaganfall auslösen. Um dem Vorzubeugen, braucht man diese Medikamente.“ Je nach Schwere und Regelmäßigkeit der Herzrhythmusstörungen, müssen operative Eingriffe durchgeführt werden.

Dr. Volker Brockhaus erklärte die Möglichkeiten, die das Sana Krankenhaus anbietet und wie aktuelle Herzschrittmacher funktionieren. Er stellte sich den Fragen des Publikums und nahm einigen die Angst vor einem solchen Eingriff. „Komplikationen können auftreten, sind aber sehr selten“, sagte er.