Haupt- und Finanzausschuss in Radevormwald Verkaufsoffene Sonntage genehmigt

Radevormwald · Zum Stadtfest, zum Martinsmarkt und zum Weihnachtsmarkt öffnen die Geschäfte in der Radevormwalder Innenstadt. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dafür grünes Licht gegeben.

Verkaufsoffene Sonntage sind auch in Radevormwald sehr beliebt. 2023 soll es wieder drei davon geben.

Verkaufsoffene Sonntage sind auch in Radevormwald sehr beliebt. 2023 soll es wieder drei davon geben.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Ohne Diskussion wurden diese Woche die von der Werbegemeinschaft beantragten verkaufsoffenen Sonntage in der Radevormwalder Innenstadt vom Haupt- und Finanzausschuss genehmigt. Auch die Gewerkschaft Verdi, obwohl sie bei ihrer Stellungnahme deutlich betonte, grundsätzlich und im Sinne der Beschäftigten, gegen eine sonntägliche Öffnung der Geschäfte zu sein, konnte die geplanten Aktionstage in Radevormwald zum Stadtfest, Martinsmarkt und Weihnachtsmarkt nicht beanstanden.

Rein rechtlich nämlich sind verkaufsoffene Sonntage zulässig, wenn die Ladenöffnungen im Zuge men einer Veranstaltung im Hintergrund blieben. Heißt: Die Aktionen allein müssen mehr Besucher anlocken können, als der verkaufsoffene Sonntag selbst.

Laut Beschlussvorlage und vorheriger Prüfung seitens der Verwaltung trifft das sowohl für das Stadtfest als auch für den Martins- und Weihnachtsmarkt in der Innenstadt zu. Das Stadtfest etwa, heißt es im Beschluss, „findet bereits seit Mitte der 1970er Jahre statt und ist in dieser Zeit zu einer erfolgreichen Traditionsveranstaltung gewachsen.“ Im Gegensatz zu rein kommerziellen Marktveranstaltungen, „konnte es seine familiäre Atmosphäre stets bewahren.“ Dazu beitragen würden die vielfältigen Angebote örtlicher Vereine und Verbände, Kindergarten und Schulen sowie Hilfsorganisationen und Feuerwehr. Spielmeile, Kultur- und Kreativmeile mit Kunsthandwerkern und Mitmachaktionen, sowie Präsentationen und Vorführungen würden täglich mindestens 12.000 Besucher aus der Region in die devormwalder Innenstadt locken.

Der Martinsmarkt komme laut Schätzungen immerhin auf mindestens 3000 Besucher, der Weihnachtsmarkt auf 2500. Aufgrund dieser großen Frequenz und der schwierigen Zeiten für die „überwiegend kleinen inhabergeführten Einzelhandelsbetriebe“ durch den boomenden Online-Handel, sei es „elementar wichtig, sich mit ihrem Angebot im Zuge einer derart publikumsstarken Veranstaltung zu präsentieren“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Abschließend wird der Stadtrat bei seiner Sitzung am 28. März über die verkaufsoffenen Sonntage entscheiden.

(sebu)
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