Radevormwald: Verkaufsfläche nicht reduzieren

Radevormwald : Verkaufsfläche nicht reduzieren

Karl-Heinz Lahme, Miteigentümer der Fläche des ehemaligen Rewe-Marktes und Mitglied im Bewertungsausschuss für den "Baublock Markt", kämpft weiter dafür, die gesamte Fläche von 862 Quadratmetern zu vermarkten.

Die Verkaufsfläche des ehemaligen Rewe-Marktes wird nicht um die Hälfte reduziert. Im hinteren Bereich entstehen keine neuen Parkplätze. Das gaben die drei Eigentümer Karl-Heinz Lahme, Margret Böing-Messing und Jürgen Lahme gestern bekannt.

Vergangene Woche hatte die Stadt dem Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr die Ideen von drei Planungsbüros zur Gestaltung des "Baublock Markt" (Kottenstraße, Burgstraße, Nordstraße) vorgestellt.

Das Konzept von "Pesch und Partner" überzeugte das Beurteilungsgremium — auch Karl-Heinz Lahme. "Weil es Veränderungen einer flexiblen Gestaltung überlässt und wenig in bestehende Eigentumsverhältnisse eingreift", sagt er.

Er sehe das Konzept aber nicht als bindend. "Deshalb habe ich es auch schon in der Jury abgelehnt, die Verkaufsfläche zu reduzieren und Parkplätze zu bauen. Wir werden weiter versuchen, die Fläche von 862 Quadratmetern an Einzelhändler, Gewerbetreibende oder Freiberufler zu vermieten und so eine Art Markthalle zu schaffen", sagt Karl-Heinz Lahme.

Tiefgarage wäre möglich

Falls Mieter kein Lager benötigen, könne man im Geschoss unter der Verkaufsfläche eine Tiefgarage planen — aber nur für Kunden, nicht für Besitzer der neuen Häuser an der Nordstraße, die die Stadt bauen lassen will. "Wir könnten uns vorstellen, vom Parkplatz Burgstraße einen Eingang in die Halle zu schaffen", sagt Margret Böing-Messing.

Lahme bestätigt, dass es zurzeit nicht möglich ist, einen Supermarkt an den Markt zu holen. Die Aussage von Bürgermeister Dr. Josef Korsten, es habe keine Möglichkeit gegeben, die Gesamtfläche neu zu vermieten, sei falsch. "Wir hatten vier bis fünf Interessenten aus dem Nicht-Lebensmittelbereich. Sie haben Abstand genommen, weil der Markt nicht durchfahrbar ist", sagt Karl-Heinz Lahme.

Die Eigentümer fordern seit langem die Öffnung und Umgestaltung des Marktes mit Schaffung von sechs bis acht Parkplätzen, denn zurzeit sei er zu wenig belebt, die Frequenz zu gering.

Lahme findet, dass der Einsatz öffentlicher Fördermittel als Basis eine zukunftsorientierte Ausrichtung haben sollte und nicht nur auf einer Bürgerbefragung fußen darf, deren Ergebnis meist persönlichen Befindlichkeiten und Altersstrukturen geschuldet sei. Lahme klingt nicht positiv gestimmt. "Wir stehen bei null und haben nichts", sagt er.

(RP)