Umstrittene Arbeiten an der Bahnstraße in Radevormwald beginnen

Sanierung : Arbeiten an der Bahnstraße beginnen heute mit erster Sperrung

Zunächst wird der Kreuzungsbereich mit dem Weidenweg für zwei Wochen gesperrt.

Es ist soweit: Was die Anlieger der Bahnstraße seit Monaten befürchten, tritt nun ein. Die Stadtverwaltung in Radevormwald hat angekündigt, dass in dieser Woche die Bauarbeiten zur Sanierung der Straße beginnen werden.

Am Dienstag, 23. April, wird laut der Verwaltung der erste Bauabschnitt im Kreuzungsbereich der Bahnstraße und des Weidenwegs beginnen, dazu wird dieser Bereich für ungefähr zwei Wochen gesperrt. Die ausführende Baufirma ist das Unternehmen Gohmann aus Kierspe. Die Ansprechpartnerin bei der Stadt ist Julia Berisha vom Fachbereich Tiefbau, Tel. 02195 606-180. „Die Stadt Radevormwald bittet alle betroffenen Bürger um Verständnis für die auftretenden Beeinträchtigungen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Anwohner stören sich freilich weniger an den vorübergehenden Sperrungen als an den hohen Anliegerbeiträgen. Nach aktueller Berechnung müssen sie 70 Prozent der Kosten für die Sanierung der Fahrbahn und 80 Prozent der Kosten für Gehweg, Beleuchtung und Entwässerung tragen. Angesichts der Tatsache, dass die Straßenbaubeiträge in Nordrhein-Westfalen immer kontroverser diskutiert werden und eine Kampagne des Bundes für Steuerzahler gegen dieses Gesetz mehr als 400.000 Unterstützer gefunden hat, hegten die Anlieger noch Hoffnung, dass vor den Bauarbeiten noch ein Baustopp verhängt werden könne (unsere Zeitung berichtete). Nun droht den Bürgern, die Zeit wegzulaufen, allerdings hatte die Verwaltung jüngst in einer Bürgerversammlung betont, dass die Kosten erst zum Schluss fällig werden.

Anfang April hatten zunächst 26 Anwohner eine Unterschriftenliste unterzeichnet, mit der ein Baustopp gefordert wird. Die Bürger zeigen Unverständnis für die Linie der Verwaltung, das Vorhaben rasch durchzuführen, während beispielsweise in Wermelskirchen wegen der aktuellen Debatte eine Straßenbaumaßnahme vorerst ausgesetzt worden sei. Diese Hoffnung hat sich für die Radevormwalder also nicht erfüllt.

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