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Uelfestraße in Radevormwald soll entschleunigt werden

Verkehrsweg in Radevormwald : Entschleunigung für die Uelfestraße

Die Verwaltung will eine Verkehrsberuhigung der Uelfestraße. Auch die Wülfingstraße war nun Thema im Bauausschuss.

Die Uelfestraße ist ein viel befahrener Verkehrsweg. Verkehrsteilnehmer nutzen sie als unmittelbare Verbindung zwischen Stadtkern und Industriegebiet. Dieser Verkehr paart sich mit den Autos, die zu dem Seniorenwohnzentrum, der Gemeinde, der Kindertagesstätte und den Wohnhäusern entlang der Uelfestraße gelangen wollen. Von Anwohnern hat es bereits mehrere Beschwerden gegeben, die auf die Sicherheit im Straßenverkehr Bezug genommen haben.

Im vergangenen Bauausschuss stellte die Verwaltung einen Plan vor, der die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Straße garantieren soll. Nach einer Anwohnerbeschwerde im Jahr 2017 wurde im Nahbereich des Seniorenwohnzentrums und der Kita eine Tempo-30-Zone eingerichtet, die anscheinend viele Autofahrer ignorieren.

Eine erneute Geschwindigkeitsmessung im Oktober des gleichen Jahres zeigte, dass die neu eingerichtete Zone nur mäßigen Erfolg erzielt hat. Rund 23 Prozent der gemessenen Fahrzeuge fuhren schneller als 50 Stundenkilometer und 83 Prozent schneller als die verordneten 30 Stundenkilometer. „Es sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erreichen“, sagt Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamts. Der Ausschuss für Kultur, Tourismus und Verkehr hat eine Aufpflasterung in der Uelfestraße empfohlen, die etwa 60 000 Euro kosten würde.

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Die Mitglieder des Bauausschusses sahen die Variante der Aufpflasterung  bei der Sitzung in der vergangenen Woche kritisch. „Die Uelfestraße wird als Ausweichsroute für die Kaiserstraße genutzt. Außerdem sind durch das Seniorenwohnzentrum häufig Rettungswagen in der Straße unterwegs, die bei der Aufpflasterung Schwierigkeiten bekommen würden“, sagt Ausschussmitglied Klaus Haselhoff. Er schlägt vor in dem kritischen Bereich der Uelfestraße Piktogramme auftragen zu lassen. „Linien und das Zeichen für spielende Kinder werden ausreichen, um die Autofahrer zu sensibilisieren. Die Zeichen sieht man und spürt sie auch beim Drüberfahren.“ Die Entscheidung über die Zukunft soll nach Absprache des Bauausschusses der Hauptausschuss treffen.

Eine Straße, die der Stadtverwaltung ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet ist die Wülfingstraße. Die Stützwand entlang der Straße muss in großen Teilen erneuert werden, damit der Verkehr aufrechterhalten werden kann. Die aktuelle Kostenschätzung von 710.000 Euro übersteigt die ursprüngliche Kostenschätzung deutlich. Die fehlenden 260.000 Euro dieses Jahr in den Haushalt einzustellen, ist nicht zu realisieren. „Wir müssen die Maßnahme um ein Jahr verschieben und das Jahr, wenn nötig, mit einer Drei-Phasen-Ampel überbrücken. Das hängt davon ab, wie sich der Zustand der Stützmauer entwickelt“, erläuterte Amtsleiter Ulrich Dippel dem Ausschuss.

Die Verkehrssituation im Bereich Wuppertalstraße und Wülfingstraße ist kritisch, weil die Fahrbahn der Wülfingstraße bereits eingeschränkt wurde. Es kommt häufig zu schwierigen Situationen, als Brennpunkt schätzt die Verwaltung diesen Verkehrspunkt allerdings noch nicht ein.