Radevormwald Tipps für Ausflüge im Bergischen Land

Radevormwald · Im Freilichtmuseum in Lindlar holten sich bei einer Tourismusmesse 5500 Menschen Anregungen für erholsame Tage im Bergischen Land. Einen Tag später trafen sich Fachbesucher aus der Tourismuswirtschaft und tauschten sich aus.

 Zogen eine positive Bilanz (v.l.): Sebastian Kaiser (Tourismus.NRW.), Stephan Halbach (Lindlar Touristik), Daniela Stuntebeck (Inhaberin Landhotel Napoleon), Tobias Kelter, Timo Knauthe (IHK Köln) und Oliver Becker (Tourismusberater/Moderator).

Zogen eine positive Bilanz (v.l.): Sebastian Kaiser (Tourismus.NRW.), Stephan Halbach (Lindlar Touristik), Daniela Stuntebeck (Inhaberin Landhotel Napoleon), Tobias Kelter, Timo Knauthe (IHK Köln) und Oliver Becker (Tourismusberater/Moderator).

Foto: Maren Pussak (Das Bergische)

Auf große Resonanz stieß jetzt die 1. Bergische Tourismusmesse, die im Rahmen des Gartenmarktes "Jrön un Jedön" im Freilichtmuseum Lindlar stattfand. Viele der etwa 5500 Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich Anregungen und Tipps für den nächsten Ausflug geben zu lassen. Dafür hatte der Verein Naturarena Bergisches Land - der Tourismusverein von Rhein-Berg und Oberberg - jede Menge vorbereitet. Neben der Tourismusgesellschaft "Das Bergische", dem Naturpark Bergisches Land und den Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg präsentierten die bergischen Kommunen ihre Freizeitangebote und Sehenswürdigkeiten.

"Besonders die Angebote zum Radfahren im Bergischen standen bei den Besuchern hoch im Kurs. Radfahren ist im Bergischen seit der flächendeckenden Verbreitung der E-Bikes ein absolutes Trendthema", sagte Tobias Kelter, Geschäftsführer von "Das Bergische"/Naturarena Bergisches Land. Hinzu komme die ausgezeichnete Infrastruktur der bergischen Panorama-Radwege und der 2017 gestartete Fahrradbus. Alle diese Faktoren gemeinsam hätten dafür gesorgt, dass das Bergische zunehmend auch von Genussradfahrern als lohnendes Ausflugsziel entdeckt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt lag laut Kelter beim Dauerthema Wandern und der neuen Familienbroschüre. Am Montag fand dann am gleichen Ort der 3. Bergische Tourismustag als Fachmesse für die Tourismuswirtschaft statt. Zahlreiche Fachbesucher aus der Tourismuswirtschaft, der Gastronomie und Hotellerie nutzten die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen im Tourismus in der Region zu informieren und Kontakte zu knüp-fen und zu vertiefen.

In mehreren Fachvorträgen wurde auf die aktuelle touristische Entwicklung in NRW und der Region eingegangen, Probleme wie der Fachkräftemangel oder die Herausforderungen der Digitalisierung thematisiert und mögliche Lö-sungswege anhand von Betrieben in anderen Regionen aufgezeigt. Tobias Kelter präsentierte die ersten Ideen zur Fortschreibung des Tourismuskonzeptes für die Region - und Christian Stühring vom Landesverband Tourismus NRW informierte über die Innovationswerkstatt, ein landesweites kostenloses Schulungsprogramm für kleine und mittlere Betriebe in der Tourismusbranche. In einer Podiumsdiskussion wurde die Frage erörtert, wie die Tourismusgesellschaft den Betrieben der Tourismusbranche noch stärker bei ihren Problemen helfen kann, ob die ersten Ideen zur Fortschreibung des Tourismuskonzeptes mit der künftigen Landesmarketingstrategie übereinstimmen und welche Rolle den Städten und Gemeinden bei der Weiterentwicklung des Tourismus zufällt. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass das Bergische Land in den vergangenen zwölf Jahren große Schritte auf dem Weg zu einer wichtigen Tourismusdestination im Bundesland NRW gemacht habe. Nun gelte es, diesen Weg konsequent fortzusetzen.

"Bei der Weiterentwicklung unserer Region sind wir als touristische Marketinggesellschaft auf die intensive Mitarbeit der Betriebe und der Kommunen angewiesen. Denn nur mit ihrer Hilfe kann es uns gelingen, passgenaue Angebote zu entwickeln, die am Markt Bestand haben und auf das Interesse von potenziellen Gästen stoßen", sagte Kelter.

In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung reiche es nicht mehr aus, klassisches Marketing zu betreiben, sondern man müsse mit innovativen und kundenorientierten Ideen auf die Gäste zugehen und sich dadurch von der Konkurrenz abheben.

"Daher hoffe ich sehr, dass es uns gelingt, noch mehr Betriebe für die aktive Zusammenarbeit mit uns zu begeistern. Der Tourismustag und die Publikumsmesse sind hierbei gute Werkzeuge, um dieses Ziel zu erreichen", sagte Kelter.

(RP)
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