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Radevormwald: Tempo 30 auf Hohenfuhrstraße

Radevormwald : Tempo 30 auf Hohenfuhrstraße

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass die Hauptverkehrsachse in der City ins Innenstadtkonzept aufgenommen wird – Kosten: 878 000 Euro.

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, dass die Hauptverkehrsachse in der City ins Innenstadtkonzept aufgenommen wird — Kosten: 878 000 Euro.

Den Durchgangsverkehr reduzieren, das Tempo der Autofahrer drosseln, bessere Überquerungsmöglichkeiten und neue Bushaltestellen — das sind zentrale Bestandteile einer Umgestaltung der Hohenfuhrstraße. Dass die Hauptverkehrsachse eine Sanierung benötigt, darüber waren sich die Politiker im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr fast alle einig. Nur FDP und AL stimmten gegen den Beschlussentwurf der Verwaltung, das Verkehrs- und Gestaltungskonzept Innenstadt inklusive Hohenfuhrstraße als Grundlage für weitere Umbaumaßnahmen in der City voranzutreiben.

Mehr Aufenthaltsqualität

Diplom-Ingenieur Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM aus Aachen hatte deutlich gemacht, dass die Hohenfuhrstraße mehr Aufenthaltsqualität benötigt. Dabei stellte er die Frage nach der Leistungsfähigkeit bei einer Belastung von 11 000 Fahrzeugen pro Tag. Bei Zählungen hatte sein Büro ermittelt, dass nur knapp 5000 die Strecke tatsächlich nutzen müssen. Ziel müsse es sein, die Fahrten auf 7000 bis 8000 zu senken. "Nur in der Vorstellung der Autofahrer ist diese Achse schneller. Eine Fahrt dauert oft länger als der Weg über die B 229", sagte Mesenholl. Er plädiert für Tempo 30 und eine Rechts-vor-Links-Regelung.

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Mit dem Beschluss, das Konzept voranzutreiben, haben sich die Politiker für die Änderung der Einbahnstraßenregelung an der Kaiserstraße ausgesprochen (Kaiserstraße/Bischof-Bornewasser-Straße/Oststraße). Mögliche Maßnahmen könnten ferner die Neuordnung der Zufahrt zum Rathaus, die Anhebung der Fahrbahn vor Rathaus und Kino, zentrale Bushaltestellen am Rathaus, verbesserte Querungshilfen und die Aufwertung der Gehwege sein.

Baudezernentin Julia Gottlieb verdeutlichte, dass mit dem Verkehrs- und Gestaltungskonzept drei Kernpunkte verknüpft sind — die Altstadt-Achse (Kaiserstraße, Markt, Eingänge Ost und West); die Achse Schlossmacherplatz/Zentrum bis Parkplatz und die Hohenfuhrstraße. Diese Hauptverkehrsachse sei aber erst nach der Bürgerwerkstatt im März ins Gespräch gekommen. Deshalb seien die Kosten von 878 000 Euro auch noch nicht in die Kalkulation der Gesamtkosten von vier Millionen Euro eingerechnet. Da die Altstadt-Achse durch den Wegfall eines Kreisverkehrs an der Kaiserstraße aber jetzt etwas billiger werde, bliebe ein Puffer von 50 000 Euro.

Die Politik sieht die Pläne mit gemischten Gefühlen. Die CDU ist grundsätzlich dafür, dass die Hohenfuhrstraße Teil des Innenstadtkonzepts wird, möchte aber die bisherigen Bushaltestellen erhalten. Die SPD unterstützt die Pläne voll und ganz, die FDP lehnt sie ab, "weil keine der Maßnahmen zielführend ist", sagte der Fraktionsvorsitzende Axel Schröder.

Budgets einhalten!

Bernd-Eric Hoffmann (UWG) ist bereit, das finanzielle Risiko zu tragen, auch wenn niemand wisse, ob das Konzept erfolgversprechend ist. Die Stadt müsse die Kosten im Blick behalten. "Die Budgets müssen eingehalten werden", sagte er.

(RP)