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Sturm Ignatz fegt über Radevormwald

Feuerwehr, Betriebshof und Landesbetrieb im Einsatz : Sturm Ignatz fegt über Radevormwald

Feuerwehr, Betriebshof und Landesbetrieb Straßen NRW mussten am Donnerstagmorgen zu vielen Einsätzen im gesamten Stadtgebiet ausrücken. Insgesamt kam die Bergstadt aber glimpflich davon. B 483 und L 414 waren teils gesperrt.

Der erste Herbststurm der Saison ist am Donnerstagmorgen kurz und heftig auch über die Bergstadt hinweggezogen. Gegen 10 Uhr sprach Dietmar Hasenburg, Wehrführer der Feuerwehr, von einer „heißen Phase“. Der Unwettermeldekopf wurde von 9.45 bis 11.35 Uhr auf der Wache an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße eingerichtet. Die Leitstelle in Gummersbach schickte die Alarmierungen – und von Rade aus wurden die Einsätze koordiniert.

Insgesamt gab es 22 Einsätze der Feuerwehr, 43 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sechs von neun Einheiten wurden alarmiert: Stadtmitte, Herbeck, Herkingrade, Önkfeld, Wellringrade und Hahnenberg. Elf Fahrzeuge fuhren zu den Einsatzorten quer übers Stadtgebiet verteilt.

 Die Gemeindestraße in Wilhelmstal am Donnerstagmorgen.
Die Gemeindestraße in Wilhelmstal am Donnerstagmorgen. Foto: Betriebshof

Der erste Einsatz für die Feuerwehr erfolgte um 8.20 Uhr. Dann ging es für eine relativ kurze Zeit Schlag auf Schlag, ehe sich das Wetter zum Mittag hin beruhigte. Und Hasenburg ging nicht davon aus, dass der Sturm im Laufe des Tages nochmal entscheidend auflebte. In den meisten Fällen handelte es sich bei den Alarmierungen um Bäume, die auf Straßen gestürzt waren. „In Funkenhausen ist außerdem eine Oberleitung abgerissen“, teilte Hasenburg mit. Zwischendurch wurde die Feuerwehr zu einem Rettungseinsatz gerufen und musste dort eine Tragehilfe leisten. „Insgesamt sind wir glimpflich davongekommen“, sagte Hasenburg. Verletzte habe es nach seinem Kenntnisstand nicht gegeben.

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Dabei war Ignatz verspätet eingetroffen. Eigentlich sollte er schon nachts ab 1 Uhr wüten, richtig los ging es erst gegen 7.30 Uhr, berichtete Ingo Oberkersch, Leiter des Betriebshofs. Er habe keinen Bereitschaftseinsatz anordnen müssen. In drei Kolonnen rückten seine Mitarbeiter frühmorgens aus und waren über Stunden im Dauereinsatz. Fast immer waren Bäume auf Straßen gefallen und mussten entfernt werden. „Für uns geht es in erster Linie darum, die Verkehrswege freizuschneiden, erst dann geht es ans Aufräumen“, sagte Oberkersch.

Einsatzorte für den Betriebshof waren zunächst am Talsperrenweg in Honsberg, dann an der Telegrafenstraße/Kollenbergpark, am Karpfenweg und Forellenweg sowie im Wilhelmstal, das die Bewohner frühmorgens nur schwerlich verlassen konnten, weil Bäume den Weg versperrten.

Genug zu tun hatten auch die Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßen NRW. Sprecherin Isabell Strietholt teilte am Vormittag mit, dass es zeitweise zwei Sperrungen auf Radevormwalder Stadtgebiet gab: auf der B 483 und auf der L 414.

Am frühen Abend zog auch die Polizei eine Sturmbilanz für den Oberbergischen Kreis: Es gab zehn Unfälle mit einer Schwer- und einer leicht verletzten Person. Weiterhin wurden der Polizei 54 sturmbedingte Gefahrenstellen gemeldet, wobei es sich auch hier zumeist um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste gehandelt hat.