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Stromausfall in Radevormwald - Unfall wegen defekter Ampel

Feuerwehreinsatz in Radevormwald : Stromausfall – schwerer Unfall auf Kreuzung wegen defekter Ampel

Wegen eines Kabelfehlers waren größere Teile der Stadt am Mittwochabend ohne Strom. Gegen 23 Uhr kam es wegen einer ausgefallenen Ampel auf der Kreuzung Poststraße/Westfalenstraße/Bahnhofstraße zu einem Unfall.

Größere Teile von Radevormwald sind am Mittwochabend von einem Stromausfall betroffen gewesen. Offenbar war der Defekt auch die Ursache für einen Unfall, der sich auf der Kreuzung an der Poststraße ereignete.

Wie Udo Knopp, bei den Stadtwerken Radevormwald verantwortlich für Vertrieb und Marketing, am Donnerstag mitteilte, war die Ursache ein Kabelfehler. „Es kam zu zwei Ausfällen kurz hintereinander“, schildert Knopp den Ablauf. Um 20.16 Uhr habe es den ersten Ausfall gegeben, der zweite sei zehn Minuten darauf gefolgt. Betroffen war vor allem die Radevormwalder Innenstadt, aber auch in den Bereichen Honsberg und Kräwinklerbrücke fiel der Strom aus.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke lokalisierten den Ausfall im Netz und schalteten die Spannung in dem betroffenen Teil ab. Nach und nach wurden dann die Bereiche, in denen der Strom ausgefallen war, wieder zugeschaltet. Laut den Stadtwerken waren bis 21.31 Uhr alle betroffenen Bereiche wieder versorgt. Die Ursache des Kabelfehlers werde zurzeit von den Stadtwerke-Mitarbeitern ermittelt. „Es gibt vielfältige Möglichkeiten, warum so etwas passieren kann“, erklärt Udo Knopp. Denkbar sei beispielsweise Feuchtigkeit als Ursache.

Offenbar als Folge des Stromausfalls kam es gegen 23 Uhr auf der Kreuzung Kreuzung Poststraße/Westfalenstraße/Bahnhofstraße zu einem Unfall, weil die Ampelanlage ausgefallen war. „Eins der Fahrzeuge wurde rückwärts vor einen Laternenmast geschleudert und verbog diesen so stark, dass er umzufallen drohte“, teilt Dirk Rodermann mit, Einsatzleiter vom Dienst der Feuerwehr Radevormwald, die zu dem Unglück gerufen wurde. Nach Betreuung der teils leicht verletzten Fahrzeuginsassen wurde die Laterne stromlos gemacht, dann über die Drehleiter die Lampen am Kopf des Mastes demontiert und der Mast schließlich abgetrennt. Im Anschluss wurde die Fahrbahn noch gereinigt. Der Einsatz der Feuerwehreinheit Stadt unter Leitung von Yannick Vogler endete für die 20 Einsatzkräfte nach rund eineinhalb Stunden.

Über den genauen Hergang des Unfalls konnte die Leitstelle der Oberbergischen Polizei am Donnerstag keine Auskunft geben. Bekannt sei, dass zwei Fahrzeuge daran beteiligt gewesen seien und dass insgesamt vier Personen leichtere Verletzungen erlitten hätten.

Doch warum war die Ampelanlage ausgefallen, obwohl der Stromausfall doch bereits anderthalb Stunden zuvor beendet gewesen war? Udo Knopp hat folgende Vermutung: „Vielleicht hat die automatische Steuerung nicht neu gestartet.“