Ehrung Blutspender in Radevormwald : Über Jahrzehnte hinweg treue Blutspender

Heinz Dietsch kann sich noch gut an seine erste Blutspende erinnern: „Es war nach dem Eisenbahnunglück in Dahlerau.“ Damals, nach der Tragödie am 27. Mai 1971, war die Bevölkerung zu Blutspenden aufgerufen worden.

Und der heute 75-Jährige wollte auch seinen Beitrag leisten, um zu helfen.

Am Donnerstagabend ist Heinz Dietsch für seine 125-Blutspende ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde im Haus des Deutschen Roten Kreuzes an der Carl-Diem-Straße wurden er und andere Bürger, die ein Spendejubiläum erreicht haben, geehrt. Dietsch hat für sein jahrzehntelanges Engagement die Goldene Blutspenderehrennadel erhalten.

Zu der Feierstunde war auch der stellvertretende Präsident des DRK-Verbandes, Stephan Windhausen, aus Lindlar gekommen. „Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Treue“, sagte er zu den geehrten Spendern. „Und ich hoffe, dass Ihnen erspart bleibt, jemals in die Lage zu kommen, selber eine Blutspende zu brauchen.“

Elfie Hellmich und das Team der DRK Radevormwald bekamen ein Lob von den Blutspendern für die aufmerksame und freundliche Betreuung rund um den regelmäßigen Aderlass. Die Rotkreuzler aus Rade hatten für die Ausgezeichneten an diesem Abend neben den offiziellen Urkunden und Ehrennadeln auch noch eine Geschenkebox vorbereitet — mit Handtüchern, Duschgel und Süßigkeiten.

Die Zahl der Blutspender in Rade sei zum Glück nach wie vor hoch, sagt Elfie Hellmich. „Bei der letzten größeren Spende am 26. Juli waren 165 Personen da“, sagt sie. Auch Stephan Windhausen lobt die Bereitschaft der Menschen in der Region, Blut zu spenden. „Zehn Prozent der Bevölkerung im Oberbergischen Kreis machen noch immer mit. In einer Großstadt wie Köln sind es nur noch 1,5 Prozent.“

(s-g)
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