Radevormwald: Stadt und Polizei begleiten Karnevalsumzug

Radevormwald: Stadt und Polizei begleiten Karnevalsumzug

Ab Mittag gibt es am Samstag Sperrungen und Kontrollen. Wagen werden am Freitag begutachtet.

Der Samstag des Karnevalumzugs ist nicht nur für die veranstaltende Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß ein Tag mit großem Einsatz, sondern auch für die Verwaltung, die Polizei und die ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Die RKG wird wieder von zwei Sprecherwagen den Umzug kommentieren lassen. In der Innenstadt verteilt gibt es mehrere Imbiss- und Getränkebuden.

Foto: Hertgen Nico

"15 Mitarbeiter des Jugend- und des Ordnungsamtes werden am Samstag im Einsatz sein", sagt Ordnungsamtsleiter Jochen Knorz. Bereits am Freitag werden die Wagen und Aufbauten einer Kontrolle unterzogen. "Das wiederholen wir am Samstagmittag vor dem Zugstart noch einmal", sagt Knorz. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist und die Wagen versichert sind. Dazu wird am Samstag überprüft, ob der einzelne Wagen von einer ausreichenden Anzahl an "Wagenengeln" begleitet wird. Diese sind bei großen Wagen an allen Rädern erforderlich.

Mitarbeiter des Jugendamtes sind aber auch am Samstag ab Mittag unterwegs, um zu überprüfen, dass die Verkehrssicherheit an wichtigen Punkten nicht gefährdet ist. An drei verschiedenen Stellen stehen große und kleine Fahrzeuge, die verhindern sollen, dass mit einem Lkw in die Stadt gefahren werden kann. Einen solchen Terrorschutz hatte es im vergangenen Jahr erstmals gegeben. Kontrolliert wird aber auch, ob entlang des Zugweges die Halteverbote eingehalten werden. "Wir müssen das tun, um Rückstausituationen an neuralgischen Punkten zu verhindern", sagt der Ordnungsamtsleiter.

Bei null bis vier Grad und vielleicht teilweise blauem Himmel werden zahlreiche Jecken am Zug erwartet. Wie in den vergangenen Jahren auch, werden die Jugend- und Ordnungsamtsmitarbeiter eng mit der Polizei zusammenarbeiten. "Wir haben ein bewährtes Team. Der frühere Rader Wachleiter Frank Schultes hat die Einsatzleitung", sagt Jochen Knorz. Während die Verwaltungsmitarbeiter Jugendliche auf Alkoholkonsum und mitgeführten Alkohol untersuchen (wird weggeschüttet), ist es Aufgabe der Polizei, neben der Sicherung des Zuges und Zugweges auch etwaige Probleme in der Innenstadt möglichst im Keim zu ersticken. "Auch dieses hat sich in den vergangenen Jahren eingespielt", sagt Jochen Knorz.

Er weist auch darauf hin, dass das Wildpinkeln mit 25 Euro geahndet wird. "Wir kontrollieren das. Diese 25 Euro kann man sich sparen", sagt er und verweist auf die beiden Toilettenanlagen an der Oststraße und am Busbahnhof, auf den Toilettenwagen auf dem Marktplatz und die Toiletten in den Gaststätten. Diese Verfehlungen müssten geahndet werden, weil das "Wildpinkeln" in der Innenstadt in den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen hatte. An der Schützenstraße wird das DRK Oberberg Nord (mit Rade und Dahlhausen) wieder eine sogenannte Unfallhilfsstelle einrichten. Im DRK-Haus an der Carl-Diem-Straße 7 richten Jugendamt und DRK-Helfer wieder eine Auffangstation ein.

"Das Feiern sollte am Samstag im Vordergrund stehen. Die Sicherheit der Karnevalisten und Besucher ist aber auch in Rade wieder oberstes Gebot", sagt Jochen Knorz.

(RP)