Radevormwald: Stadt schreibt Kauf von Defibrillatoren aus

Radevormwald: Stadt schreibt Kauf von Defibrillatoren aus

Der Sozialausschuss hat entschieden, dass die Verwaltung den Kauf von Defibrillatoren für öffentliche Gebäude ausschreiben kann. Im Haushalt für dieses Jahr stehen für das Projekt 20.000 Euro zur Verfügung. Schulamtsleiter Jürgen Funke hatte den Ausschussmitgliedern vorläufige Kostenschätzungen mitgeteilt. Demnach können von den 20.000 Euro je nach Ausschreibungsergebnis wahrscheinlich acht oder neun Defibrillatoren angeschafft werden. In einer Sitzung zuvor war auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Dr. Jörg Rieger (SPD) entschieden worden, öffentliche Gebäude mit Geräten zu bestücken, die in Teilen selbsterklärend sind und mit wenigen Handgriffen helfen, ein Herz wieder zum Schlagen zu bringen. Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass ein Gerät erkennt, ob mit den aufgesetzten Elektroden ein Kinder- oder Erwachsenenherz behandelt wird, berichtete Schulamtsmitarbeiterin Ilona Sedivi. Die Verwaltung hat inzwischen einen Bedarf für 16 öffentliche Gebäude ermittelt. Da die Haushaltsmittel begrenzt sind, gibt es jetzt eine erste Ausschreibung, für 2019 sollen weitere Mittel in den Haushalt eingestellt werden, damit die weiteren Geräte angeschafft werden können. Aktuell liegt die Priorität auf den Sportanlagen, in denen es noch keine Defibrillatoren gibt. Für 2019 sollen dann auch flächendeckend Geräte für die Schulen angeschafft werden. "Die Schulen sollen ebenfalls bedacht werden, weil dort oft Veranstaltungen mit älteren Menschen stattfinden", sagte Jürgen Funke.

Nach der Vergabe des Auftrags soll auch darüber gesprochen werden, ob und wie es eine Schulung von Übungsleitern und anderen Verantwortlichen aus Sportvereinen geben soll. Der Gebrauch solcher Geräte ist Teil der Ausbildung von Übungsleitern, berichtete Yannick Pauly, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes.

(wos)