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Stadt Radevormwald will Carsharing vor Ort fördern

Mobilität in Radevormwald : Rade nimmt an Carsharing-Programm teil

Mehrere oberbergische Kommunen wollen das Angebot im ländlichen Raum mit externer Unterstützung stärken – dazu gehören Radevormwald und Wipperfürth.

(s-g) Carsharing ist eine gute Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die flexible Mobilitätslösung ist aktuell vornehmlich nur in größeren Städten anzutreffen. Aus diesem Grund rief das Zukunftsnetz Mobilität NRW Ende vergangenen Jahres zu einem Förderwettbewerb auf, der die Etablierung des Themas gezielt in Klein- und Mittelstädten mit weniger als 1500 Einwohnern pro Quadratkilometer unterstützen wird.

In dem landesweiten Wettbewerb wurden mit dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen acht Kommunen und kommunale Zusammenschlüsse ausgewählt, die mit externer Unterstützung ein Carsharing-System aufbauen werden. Dabei gab es auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Oberbergischen – bestehend aus Engelskirchen, Lindlar, Marienheide, Radevormwald und Wipperfürth. Sie haben erfolgreich einen gemeinsamen Förderantrag eingereicht.

„Wir sind natürlich sehr glücklich über die externe Hilfestellung. Insbesondere die gemeinsame Bewerbung zeigt, dass die Stadt mit der Idee, alternative Mobilitätslösungen in unserer Region anbieten zu wollen, nicht alleine da steht“, sagt der städtische Klimaschutzmanager Niklas Lajewski, der das Projekt mit initiiert hat.

Carsharing leistet nicht nur einen Beitrag zur Umweltentlastung, sondern auch zur Verkehrsreduzierung. Ein solches Projekt kann auch in ländlichen Räumen für Flexibilität und Nachhaltigkeit sorgen. Wichtig dabei ist es, ein attraktives Angebot zu schaffen, das  Bürger dazu bewegen kann, Mitfahrgelegenheiten stärker zu nutzen und auf das eigene Fahrzeug zu verzichten.

„Nachhaltige Mobilität kann nur funktionieren, wenn die ländlichen Gebiete gut erschlossen und an die Ballungsräume angebunden sind“, erläutert Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS), bei dem die Geschäftsstelle des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ angesiedelt ist. „Daher möchten wir, dass Carsharing ausgeweitet und auch außerhalb der Innenstädte etabliert wird.“ Die Erfahrungen von Projekten wie in Oberberg sollen dann in der Zukunft auch Vorbild für andere Kommunen sein.

(s-g)