Radevormwald: Stadt: Lahme hat Entwurf für Baublock mitgetragen

Radevormwald : Stadt: Lahme hat Entwurf für Baublock mitgetragen

Die Stadtverwaltung will weiter mit allen Grundstücksbesitzern – auch mit der Eigentümerfamilie Lahme – eine gemeinsame Entwicklung des "Baublock Markt" (Markt, Kottenstraße, Burgstraße) vorantreiben.

Die Stadtverwaltung will weiter mit allen Grundstücksbesitzern — auch mit der Eigentümerfamilie Lahme — eine gemeinsame Entwicklung des "Baublock Markt" (Markt, Kottenstraße, Burgstraße) vorantreiben.

Das teilten am Mittwoch Bürgermeister Dr. Josef Korsten und Baudezernentin Julia Gottlieb mit. Damit reagierten sie auf die Ankündigung von Lahme, den von einem Bewertungsgremium favorisierten Architekten-Entwurf für die Umgestaltung des Gebietes nun doch nicht mittragen zu wollen.

Im Kernpunkt geht es darum, die Verkaufsfläche des ehemaligen Rewe-Marktes von gut 880 Quadratmetern auf 300 bis 400 zu verkleinern und im hinteren Bereich Parkplätze für die Bewohner der neuen Stadthäuser an der Nordstraße zu schaffen.

Niemals negative Äußerungen

Gottlieb und Korsten zeigen sich verwundert. Lahme habe an dem Verfahren von Beginn an teilgenommen und das einstimmige Ergebnis des Auswahlgremiums, die Empfehlung des Entwurfs und das Protokoll der Sitzung mitgetragen. "Zu keiner Zeit wurden von ihm negative Äußerungen zum Entwurf — weder hinsichtlich einer möglichen Verkleinerung der Verkaufsfläche, noch bezogen auf den Vorschlag der Unterbringung des ruhenden Verkehrs — geäußert", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Außerdem habe das Auswahlgremium mit ausdrücklicher Zustimmung von Lahme darum gebeten, die Alternative zu untersuchen, auf eine Ebene der Quartiersgarage zu verzichten und auf dem bestehenden Einzelhandelsgebäude zusätzliches Wohnen im Innenhofbereich zu ermöglichen. Das Konzept habe von allen — auch von Lahme — die Zustimmung gefunden.

Die Verwaltung stellt klar, dass eine Entwicklung und Neubebauung der Nordstraße auch ohne die Flächen der Familie Lahme möglich ist. "Wenn die Debatte von Lahme darauf fokussiert wird, den Markt für den Durchgangsverkehr zu öffnen, ist klar, dass dieses keine Option mehr darstellt. Den Markt nicht zu überfahren oder zu beparken, ist von den politischen Gremien beschlossen und im Vorfeld durch eine Bürgerbefragung mit einem deutlichen Ergebnis bestätigt worden", schreiben Korsten und Gottlieb. Dieses eindeutige Votum sei auch in die Marktplatzplanung eingebracht worden.

(RP)
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