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Sportgemeinschaft der Verwaltung in Radevormwald feiert 50-Jähriges

Sport in Radevormwald : Sportgemeinschaft der Verwaltung feiert 50-Jähriges

Zahlreiche Erfolge haben die Mitglieder seit 1970 erzielt. Und das gesellschaftliche Engagement spielte auch eine Rolle. Von den 13 Gründern sind noch immer zwei dabei: Siegfried Albrecht und der Vorsitzende Georg Fenske.

Ein Stück Sportgeschichte in Radevormwald jährt sich in diesem Monat zum 50. Mal. Am 3. September 1970 wurde die Sportgemeinschaft (SG) der Stadtverwaltung gegründet. Und sie ist noch immer aktiv, auch wenn von den damaligen 13 Gründern nur noch zwei mit dabei sein: Siegfried Albrecht und Georg Fenske.

Eine große Feier wird es wegen der Corona-Pandemie leider nicht geben. Eigentlich hatten die Organisatoren an ein Kleinfeld-Turnier im Stadion Kollenberg und an eine Jubiläumsparty gedacht – das alles musste vorerst auf Eis gelegt werden, berichtet Georg Fenske. Doch soll, wenn die Umstände wieder stimmen, kräftig nachgefeiert werden.

In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die Sportgemeinschaft der Verwaltung sich vor allem dem Fußball gewidmet, berichtet Georg Fenske in einem Abriss der 50-jährigen Historie. „Sämtliche Spiele wurden als Freundschaftsspiele ausgetragen, und dies hat sich bis heute bewährt.“ Dabei ist im Laufe der Zeit eine beeindruckende Statistik zusammengekommen: Insgesamt 596 Freundschaftsspiele gegen 220 verschiedene Mannschaften aus der Region – und auch über die Region hinaus – waren in dieser Zeit die sportlichen Gegner. Die Sportgemeinschaft hat sich dabei sehr gut aus der Affäre gezogen, denn 337 Siegen stehen 89 Unentschieden und 170 Niederlagen gegenüber. „Das Torverhältnis von 2.254 zu 1.459 Toren spricht eindeutig für sich“, resümiert der Vorsitzende. In der ewigen Torjägerliste liegt Burkhard „Bulli“ Klein mit 208 Toren vor Norbert Petri mit 169 Treffern und dem Youngster Kevin Cords mit 121 Toren. Die „Oldies“ Georg Fenske (493 Einsätze) und Reinhard Gatzke (478 Einsätze) haben die Farben der SG am häufigsten vertreten.

Neben den Fußball-Freundschaftsspielen war die SG auch bei 126 Hallenfußballturnieren aktiv. Bei rund der Hälfte dieser Turniere war die SG selbst Ausrichter. Zahlreiche Pokale landeten in der Ehren-Vitrine.

Außergewöhnliche Begegnungen hatte die Sportgemeinschaft mit ausländischen Teams aus Israel und Tunesien Ende der 1970er Jahre, gegen das fast komplette Bundesligateam des Wuppertaler SV in der Sporthalle Gymnasium (1975), bei der Teilnahme an Kleinfeldturnieren in der Justizvollzugsanstalt Lüttringhausen, dem internen Hallenfußballturnier mit Inhaftierten der JVA Lüttringhausen im Rahmen des „offenen Strafvollzugs“ in der Sporthalle Gymnasium und einem Freundschaftsspiel gegen ein Asylbewerberteam). Neben den Reisen im Rahmen des Sechs-Städte-Hallenfußballturniers (Berlin, Bonn, Gießen, Kassel und Würzburg) entwickelten die SG-Mitglieder ihre Reiselust bei Touren nach Berlin, München und Paris. Auch für soziale Zwecke hat sich die SG stets engagiert.  

Neben dem Fußball gab es in den 1980er/1990er Jahren eine starke Tennisabteilung mit jährlich beliebten Tennisturnieren in Kleinsiepen. Seriensieger war hier Peter Zipperle. Weitere Sportarten in der SG waren Tischtennis, Volleyball, Hallenhandball, Jedermann-Sport und Aerobic mit einer Vielzahl sportlich aktiver Damen aus der Verwaltung Anfang der 1990er.  

55 Mitglieder zählt die SG heute, fünf Vorsitzende standen bislang an der Spitze: Hartmut Behrensmeier, Rainer Meskendahl, Michael Ebbinghaus, Volker Hungerecker und seit 2010 Georg Fenske, dem Schatzmeister Ulrich Dippel zur Seite steht.

(s-g)