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Radevormwald: Sponsorenlauf bei brütender Hitze

Radevormwald : Sponsorenlauf bei brütender Hitze

Rund 300 Schüler der Haupt- und der Sekundarschule in Radevormwald trotzten gestern dem drückenden Wetter und sorgten durch ihren Einsatz dafür, dass die Klassen- und die Schulkasse von Spendern Geld für Projekte erhält.

Die Zwillinge Sindy und Sandy halten rote Zettel in der Hand. Darauf ist eine ganze Reihe von Stempeln zu sehen. Wer beim Sponsorenlauf rund ums Stadion am Kollenberg eine bestimmte Distanz hinter sich gebracht hat, bekommt diese Markierung als Beweis. Schließlich geht es darum, mit Muskelkraft Geld zu sammeln. Zum 19. Mal findet diese Veranstaltung bereits statt, anfangs allein von der Geschwister-Scholl-Schule organisiert, mittlerweile ist auch die Sekundarschule dabei, genauer gesagt, seit zwei Jahren.

Das Wetter an diesem Vormittag ist schwülwarm. Noch immer liegt ein leichter Dunst über den Wiesen, die das Unwetter am Vortag so gründlich getränkt hat. "Aber es geht noch", sagen die beiden 16-jährigen Mädchen. Für welchen Sponsoren laufen sie? "Für unsere Mutter."

Insgesamt sind dieses Mal rund 300 Schüler dabei, rechnet Sandra Pahl vor, die Leiterin der Sekundarschule. "Niemand muss schnell laufen, die Schüler können auch gehen", sagt sie. Förderverein-Mitglieder sorgen dafür, dass die Kinder an den Stempelstationen etwas trinken können. Als Proviant stehen unter anderem Bananen bereit. Auch bei der Organisation der Verpflegung waren Sponsoren im Spiel, sagt die Schulleiterin. "Aldi und Trinkgut haben uns unterstützt, das kann man ruhig erwähnen."

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Die Sponsoren, die für die Laufleistung Geld spenden, werben die Schüler traditionell zum größten Teil selber an. "Am eifrigsten sind dabei die Fünftklässler und die Schüler der Jahrgangsstufe 10", sagt Sandra Pahl. In dem Alter dazwischen täten sich die Jugendlichen mit dem "Klinkenputzen" eher etwas schwerer.

Das Geld, das durch das Laufen in der Hitze eingenommen wird, kommt zu einem Teil direkt den Schülern zugute. "Zehn Prozent kann jede Klasse für sich behalten", sagt die Schulleiterin. Das Geld kann, salopp ausgedrückt, "draufgehauen" werden. Laufstärkere Klassen bekommen entsprechend mehr. Doch ein großer Teil des Erlöses geht auch in Schulprojekte. "Letztes Jahr haben wir von beispielsweise einen Besuch im Klettergarten bezahlt." Die Schüler der Hauptschule wiederum hätten damit ein Geocaching-Projekt in die Wege geleitet. Auch für die Ausstattung des Schülercafés wurden bereits Mittel verwendet.

"Im Durchschnitt läuft jeder Teilnehmer 20 Kilometer", sagt Sandra Pahl. Im vergangenen Jahr, als beide Schulen zum ersten Mal gemeinsam die Veranstaltung organisierten, wurden für den guten Zweck rund 1536 Kilometer erlaufen. Damals allerdings war das Wetter schlecht und regnerisch...

(s-g)