Radevormwald: Sperrmüllhaufen verschandeln die Straße

Radevormwald: Sperrmüllhaufen verschandeln die Straße

Ein Anwohner der Straße Auf'm Winkel beschwert sich. Die Verwaltung will nun die Sache prüfen.

Ein Anrufer, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen wollte, meldete sich bei der BM-Redaktion: "An der Straße Auf'm Winkel liegt ein großer Haufen Sperrmüll." Als der Redakteur den Ort in Augenschein nahm, entdeckte er sogar zwei Haufen, einen an jedem Ende der kleinen Straße.

Foto: Stefan Gilsbach

Ein Anruf bei der Stadtverwaltung ergab, dass dort auch eine Beschwerde eingegangen ist. "Wir haben aber erst vor kurzem davon erfahren", versichert Christoph Grimlowski, der stellvertretende Leiter des Rader Ordnungsamtes.

Ärger mit solchen Ansammlungen von alten Möbeln und sonstigen sperrigen Gegenständen ist für die Mitarbeiter der Behörde quasi Alltag. "Damit haben wir immer wieder zu tun", sagt Grimlowski. Im Mai gab es eine Beschwerde von der Straße In der Heimeke in Keilbeck. Davor gab es Ärger an der Hohenfuhrstraße - kurz gesagt, irgendwo in der Stadt scheint sich immer ein solcher Müllhaufen aufzutürmen.

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Die Anwohner der Straße Auf'm Winkel können sich trösten: Das Team des Ordnungsamtes will die Sache überprüfen. "Wir müssen natürlich klären, ob die Sachen nicht für eine reguläre Sperrmüllabfuhr an die Straße gelegt wurden", erläutert Christoph Grimlowski. Leider komme es immer wieder vor, dass manche die Gegenstände, die sie loswerden möchten, schon einige Tage vorher an die Straße legen. "Und das sieht dann der Nachbar und denkt sich: Ach, ich leg' einfach ein paar Sachen drauf, die ich auch nicht mehr brauche." Und fertig ist das Ärgernis.

Wer dabei erwischt wird, wie er ohne Erlaubnis Sperrmüll an die Straße stellt, kann mit einem Bußgeld belangt werden. "Das kann von 50 bis zu 1500 Euro reichen", sagt der stellvertretende Ordnungsamtleiter. Übrigens ist nicht nur die Stadt Radevormwald befugt, solchen Ordnungswidrigkeiten nachzugehen, auch der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV), der in Rade für die Entsorgung zuständig ist, kann die Müllsünder am Schlaffitchen packen - im juristischen Sinne natürlich. "Dieses Recht gilt dann aber auch nur für den Bereich der Abfallentsorgung", stellt Christoph Grimlowski klar.

Leider haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nicht die Personalstärke, um ständig sämtliche Radevormwalder Straßen abzufahren und nach widerrechtlich entsorgten Müll Ausschau zu halten. Wer nicht sicher ist, wie er beim Loswerden von Sperrmüll vorgehen soll, kann sich bei der BAV informieren. Grundsätzlich gilt: Sperrige Gegenstände, größere Elektrogeräte und Metallschrott werden ohne Gebühren nach einer schriftlichen Anmeldung abgefahren. Das kann mit den Postkarten im Abfuhrkalender oder online geschehen. www.bavweb.de

(s-g)