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SPD: Karthausen muss keine Öko-Mustersiedlung werden

Geplantes Neubaugebiet in Radevormwald : SPD: Karthausen muss keine Öko-Mustersiedlung werden

Die Fraktion der SPD im Radevormwalder Stadtrat hat sich ebenfalls zur Diskussion über die Gestaltung des Baugebietes Karthausen geäußert.

Die Fraktion der SPD im Radevormwalder Rat äußert sich zur Diskussion über die Gestaltung des Baugebietes Karthausen. So hatten die Grünen gefordert, dass die neue Siedlung ein verkehrsberuhigter Bereich werden solle. Auch sollen Schottergärten und Gabionen, die nicht nur wenig attraktiv, sondern auch klimafeindlich sind, untersagt werden.

Die Sozialdemokraten stimmen den Grünen zu, was die Verkehrsberuhigung angeht. „Die vier vorgesehenen Wohnhöfe sollen auf keinen Fall als Abstellflächen für Kraftfahrzeuge genutzt werden, sondern der nachbarschaftlichen, quartiersbezogenen Kommunikation dienen“, schreibt SPD-Ratsmitglied Hans Golombek im Auftrag der Fraktion. „Auf mindestens einem dieser Höfe soll ein kleiner Kinderspielplatz eingerichtet werden, so wie dies am Ende des Neubaugebietes Wasserturmstraße-Neißestraße in attraktiver Weise gelungen ist.“

Andererseits sind die Sozialdemokraten dagegen, in Karthausen nun eine „ökologische Mustersiedlung“ zu schaffen, bei der den Bauherren allzu viele einengende Vorschriften auferlegt werden. „Nach der Pandemie mit ihren zweifellos notwendigen Gängelungen und Verboten haben es die Menschen satt, unnötig und kleinlich herumkommandiert zu werden, auch wenn dies ökologisch sinnvoll sein mag“, so die Sozialdemokraten. „Im Allgemeinen ist das ökologische Bewusstsein bei den jungen Familien ohnehin schon stark ausgeprägt, so dass man von einem ausdrücklichen Verbot von Steingärten und unökologischen Zäunen absehen sollte.“ Ausdrücklich wolle man von Seiten der SPD dem „Verbot von Maßnahmen“ das auf Verständnis und Einsicht abzielende „Kooperative Miteinander“ den Vorrang geben.

(s-g)