So werden die Wupperorte von Radevormwald entwickelt

Entwicklung in Radevormwald: So geht es in den Wupperorten weiter

Natalie Hoffmann ist bei der Stadt für das Integrierte Handlungskonzept Wupperorte zuständig. Die ersten Anträge sind nun bei der Bezirksregierung. Das zweite große Vorhaben ist die Bewerbung für die Regionale 2022/25.

Seit März ist Natalie Hoffmann bei der Verwaltung in Radevormwald für die Entwicklung der Wupperorte zuständig. Sie betreut das Integrierte Handlungskonzept (InHK) und die Bewerbung für die Regionale. Die ersten Etappen sind geschafft, erklärt sie im Gespräch mit der BM. „Die Anträge an die Bezirksregierung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes sind abgeschickt worden“, resümiert Hoffmann.

Es geht beim InHK um ein ganzes Bündel an Maßnahmen, die zu 80 Prozent aus Töpfen der EU und der Bundesrepublik gefördert werden können. Dazu zählt unter anderem der Verfügungsfonds, der gute Ideen von Ehrenamtlern aufgreifen und umsetzen soll. Es geht um die Aufwertung des Sportplatzes auf der Bredde. Und auch die Einrichtung eines neuen Bürgerzentrums für die Wupperorte gehört auf diese Antragsliste. Als Standort angedacht ist die ehemalige Sparkassen-Filiale. Bereits öffentlich vorgestellt wurde jüngst der Anbau für den Jugendtreff „Life“.

Einer der nächsten Schritte wird der Start des Quartiersmanagements sein. „Geplant ist, dass es am 1. Januar 2019 die Arbeit aufnimmt“, sagt Natalie Hoffmann. Eigentlich sollte diese Anlaufstelle für die Bürger im neuen Bürgerzentrum eingerichtet werden, da dies aber zeitlich eng wird, müssen möglicherweise andere Räumlichkeiten im Besitz der Stadt als Standort des Büros genutzt werden, beispielsweise das Awo-Haus in Dahlhausen.

Die Kommunikation rund um das Integrierte Handlungskonzept (InHK) soll allerdings auch im Netz funktionieren. „Ab sofort gibt es dazu eine eigene Facebook-Seite“, kündigt Natalie Hoffmann an. Eine Internet-Präsenz rund um alle Themen des InHK gibt es bereits seit längerem unter der Adresse www.inhk-wupperorte.de.

  • Zukunftswerkstatt der Wupperorte : Die Zukunft der Wupperorte gestalten

Die zweite Förderkulisse ist die Bewerbung für die Regionale 2022/25. Auch hier werden bereits die ersten Schritte gemacht. „Wir sind nun in der Phase, in der die Bewerbung vorbereitet wird“, erläutert Hoffmann. Auch hier gibt es mehrere Säulen, auf denen das Vorhaben ruht. „Da ist zum einen der Radweg, der bereits in Teilen vorhanden ist, er muss in manchen Abschnitten noch ausgebessert werden“, sagt die Projektkoordinatorin. Ein wichtiger Punkt ist der Schienenverkehr, genauer gesagt, die Pläne des Vereins Wupperschiene, eine Museumsbahn auf der Strecke zwischen Wuppertal und Rade einzurichten. Davon versprechen sich Natalie Hoffmann und ihre Mitstreiter eine große touristische Wirkung.

Und schließlich ist da jenes Projekt, das unter dem Titel „Textilstadt Wupperorte“ firmiert. Schon jetzt ist mit dem Textilmuseum Wülfing ein Anziehungspunkt in Dahlerau vorhanden. Das Planungsbüro Böll aus Essen hatte gemeinsam mit dem freiberuflichen Planer Dieter Blase jüngst seine Vorstellungen im Fachausschuss präsentiert und dabei deutlich gemacht, dass sie sich von dem großartigen Ambiente der alten Industriebetriebe viel versprechen – einschließlich attraktiver Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Dazu brauche es natürlich das Einverständnis der jeweiligen Eigentümer. „Wir prüfen die Kooperationsbereitschaft der Besitzer“, sagt Natalie Hoffmann und ist da größtenteils zuversichtlich. Besucher möchten allerdings auch möglichst in der Nähe parken. Angedacht sind neue Parkflächen an der Spitze des Wülfing-Areals oder etwas oberhalb, am Hang.

„Wir lassen gerade zwei Machbarkeitsstudien erstellen“, erläutert Hoffmann. „Eine betrifft die Möglichkeiten der Einrichtung von Parkplätzen.“ Die zweite betrifft die Umsetzung der Pläne für den Radweg. Beide Studien muss die Stadt selber bezahlen, aber das Geld ist gut angelegt, weil so die Regionale-Agentur in Bonn sieht, dass die Rader ihre Hausaufgaben machen. „Diese Unterlagen sind für eine Bewerbung unbedingt nötig“, weiß Natalie Hoffmann.

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