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So erlebt ein Uhrmacher in Radevormwald die Zeitumstellung

Zeitumstellung in Radevormwald : „Oft fällt auf, dass die Uhr kaputt ist“

In der Nacht auf den 25. Oktober endet die Sommerzeit, die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. So erlebt Uhrmacher Martin Kühn die Tage vor und nach der Zeitumstellung.

An diesem Sonntag können auch die Menschen in Radevormwald eine Stunde länger ausschlafen. In der Nacht auf den 25. Oktober endet die Sommerzeit, die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt – und zwar um 3 Uhr auf 2 Uhr.

Die meisten Menschen stellen ihr Chronometer natürlich erst am Sonntag um. Manche haben es jedoch schon in der Woche vor der Zeitumstellung getan. „Es kommt vor, dass Kunden beim Batteriewechsel uns bitten, doch schon einmal die Uhr umzustellen“, berichtet Martin Kühn vom gleichnamigen Fachgeschäft an der Kaiserstraße. Manche kommen auch am Montag ins Geschäft, weil sie mit Technik ihrer Digitaluhr Problem haben. „Dass passiert aber immer seltener“, sagt der Uhrmacher. „Die Menschen sind technik-affiner geworden.“

Es komme allerdings in der Woche nach der Zeitumstellung häufiger als sonst vor, dass Kunden defekte Uhren vorbeibringen, berichtet Martin Kühn. „Die Leute möchten dann gern eine Uhr umstellen und merken, dass sie gar nicht mehr funktioniert.“

Viele Radevormwalder, die in der Stadt unterwegs sind, orientieren sich gern mit einem Blick auf die Zifferblatt an der reformierten Kirche am Markt, der einzigen Kirchturmuhr in der Stadt. Diese wird nicht von der Kirchengemeinde selber gewartet, sondern liegt in der Verantwortung der Gebäudetechnik der Stadt. Für die Umstellung muss aber niemand nachts um drei Uhr in den Turm hinaufsteigen, versichert Sonja Fuchs, Mitarbeiterin des Technischen Bauamtes: „Die Umstellung wird inzwischen automatisch per Funk durchgeführt.“ Im Turm selber muss nur bei Wartungen an der Uhr gewerkelt werden. Auch die Umstellung der Glockenanlage in der Martini-Kirche an der Uelfestraße funktioniert inzwischen per Funk, wie Uhrmacher Martin Kühn weiß.