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Radevormwald: Sieckendieck kündigt neun Mitarbeitern

Radevormwald : Sieckendieck kündigt neun Mitarbeitern

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen musste der Geschäftsführer der Baufirma Sieckendieck handeln. Er hat sich in den vergangenen zwei Monaten von neun seiner insgesamt 27 Mitarbeiter getrennt und ihnen die Kündigung ausgesprochen.

Betroffen sind die Bereiche Tiefbau, Pflasterarbeiten und Innenputz, die die Firma seit zwölf Jahren ihren Kunden anbot.

"Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich musste handeln, um die restlichen Arbeitsplätze nicht zu gefährden", sagt Jürgen Sieckendieck, der das Geschäft 2004 von seinem verstorbenen Vater übernahm und sich künftig auf das ursprüngliche Kerngeschäft des seit 1977 in Dahlerau existierenden Unternehmens konzentrieren will: den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern.

"In Zukunft werden wir auch weiterhin alle Objekte als Bauträger schlüsselfertig übergeben, aber wir haben nicht mehr alle Gewerke unter einem Dach", sagt Sieckendieck.

Im Bereich Tiefbau werde die Firma künftig verstärkt mit Partnern kooperieren — "und zwar gezielt mit Firmen aus Radevormwald und der näheren Umgebung", sagt der Geschäftsführer. Einige der gekündigten Mitarbeiter stehen noch bis Februar 2013 bei der Firma Sieckendieck unter Vertrag. Für einen gab's sofort eine Anschlussanstellung, "aber auch für die anderen haben wir eine Lösung gefunden", sagt Jürgen Sieckendieck.

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Zurzeit baut er mit seinen Mitarbeitern ein Haus für zehn Familien in Wuppertal. Auch in Solingen (Haus mit drei Wohneinheiten) und im Neubaugebiet Loh'sche Weide (vier Eigentumswohnungen, drei bereits verkauft) ist der Unternehmer momentan aktiv.

Probleme bereiten dem Geschäftsführer aus Dahlerau vor allem die zuletzt stark gestiegenen Preise fürs Material und die erhöhten Tarife der Mitarbeiter. An die Kunden könne er diese Entwicklung nur sehr eingeschränkt weitergeben, sagte er.

(RP/rl)