Radevormwald: Seniorenbeirat will Verkehrsberatung verbessern

Radevormwald : Seniorenbeirat will Verkehrsberatung verbessern

Der Seniorenbeirat der Stadt um den Vorsitzenden Wolf-Rainer Winterhagen (aktiv55plus) und Stellvertreterin Renate Greif (CDU) hat am Donnerstag für die neue Wahlperiode einige Aufgaben festgelegt.

Beide wollen den bestehenden Kontakt zur Landesvertretung der Senioren gemeinsam halten und ausbauen. Die aktive Gruppe möchte mit "aktiv55plus" und der Rader Hilfsbörse in Zukunft wieder einmal im Monat auf dem Marktplatz präsentieren.

Die Seniorenvertretung möchte in mehreren Schritten die Barrieren für Senioren in der Stadt abbauen. So soll den Senioren zum Beispiel vermittelt werden, wie und an welchen Stellen sie richtig über die Straße gehen. "Auch wenn es barrierefreie Übergänge gibt, so nutzen viele Senioren sie nicht", ist die Erfahrung von Wolf-Rainer Winterhagen. Es soll deshalb Besuche von Seniorengruppen und in -einrichtungen geben, um das Thema zu forcieren und die älteren Leute zu sensibilisieren. Die Polizei wird in Oberbergs Norden ehrenamtliche Sicherheitsberater ausbilden. "An dieser Aktion werden wir uns beteiligen", sagt Winterhagen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Neuauflage des Angebots von Sozialführerscheinen an Schüler und Jugendliche, um bei diesen das Verständnis für Senioren zu verbessern. Ansprechen möchte der Beirat das Thema Bewegung von Älteren. "Wir kooperieren mit dem Stadtsportbund in Remscheid und holen uns von dort Informationen", sagt der Beiratsvorsitzende.

Einen breiten Raum soll auch das Thema "Wohnen im Alter" wieder bekommen. Nach dem Verzicht auf die Vermarktung des Bereichs Blumenstraße wird ein Termin mit dem zuständigen Ministerium gesucht, um dort über altersgerechte Quartiere in einer Stadt sprechen zu können. Das "Lindlarer Modell" mit Ideen des Zusammenwohnens von Senioren und jungen Leuten in schon bestehenden Immobilien soll ins Bewusstsein der Stadt gerückt werden. "Wir wollen versuchen, in den nächsten Jahren dieses Thema in der Stadt zu verankern und vielleicht weiter zu kommen", sagt Winterhagen. Bisher konnte das Thema "Wohnen im Alter" noch nicht in konkrete Projekte umgesetzt werden, auch weil bisher in Radevormwald die passenden Investoren gefehlt haben.

Beteiligen wollen sich die Senioren auch an der Hilfsbörse und mit Patenschaften für Flüchtlinge.

(wos)
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