Radevormwald: Sekundarschule sucht weiter nach einem Namen

Radevormwald : Sekundarschule sucht weiter nach einem Namen

Schüler, Eltern und Lehrer haben Mitspracherecht in ihren Gremien - letztlich entscheidet der Schulträger, also die Stadt.

Die Radevormwalder Sekundarschule ist seit ihrer Gründung vor zwei Schuljahren namenslos. Das soll sich in diesem Frühjahr ändern. Samstag sammelten Schüler, Eltern und Lehrer der Schule Vorschläge für den Namen der jungen Schule und ließen sich dabei von ihren Assoziationen der Schule gegenüber inspirieren.

Am meisten Punkte bekam bei der Abstimmung der Name "Malala Schule" mit dem dazugehörigen Leitspruch "Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern". Die Sekundarschule nach der Kinderaktivistin Malala Yousafzai zu benennen, die bereits mit elf Jahren anfing, für Kinderrechte zu kämpfen, ist laut Leon eine gute Idee. Der Schüler und Chefredakteur der Schülerzeitung hofft, dass sich die Vorschläge von Samstag bei den Entscheidungsträgern der Stadt durchsetzen. "Ich würde mich freuen, wenn unsere Schule so genannt wird", sagt der Zwölfjährige. Gut abgeschnitten haben auch die Vorschläge "Bergische Sekundarschule Radevormwald" und "Alexander-Gerst-Schule, gemeinsam hoch hinaus".

Nach dem Sammeln von Vorschlägen arbeiteten die Teilnehmer des Workshops konkrete Namen aus und verknüpften sie mit Werten, für welche die Sekundarschule steht und auch in Zukunft stehen will.

Schulleiterin Sandra Pahl war von der konstruktiven Arbeitsatmosphäre begeistert, konnte sich aber nicht für einen Favoriten entscheiden. "Die Namensvorschläge mit örtlichem Bezug finde ich toll, weil sie unsere Stadt und das Bergische Land repräsentieren, mit dem wir eng verbunden sind. Die Schule nach einer prägenden Persönlichkeit zu benennen, die für Kinderrechte oder Wissenschaft gekämpft hat, gefällt mir aber auch", sagte Pahl, die auch die Ideen gut findet, ihre Schulenach dem Rocksänger Udo Lindenberg oder dem wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar zu benennen.

Die konkreten Vorschläge wird die Schulleiterin gemeinsam mit ihrem Kollegium an die restlichen Schüler weitertragen und ihnen über ein Schülervotum die Möglichkeit geben, ihrem favorisierten Namen eine Stimme zu geben. "Für eine Schülerabstimmung oder eine -konferenz sind die Fünft- und Sechstklässler noch zu klein, aber sie können sich über das Votum äußern." Mitspracherecht haben auch die Eltern und Lehrer der Schule, die in Klassen- und Schulpflegschaftskonferenzen sowie in Lehrerkonferenzen über den Namen der Schule diskutieren und abstimmen können.

Welcher Name es allerdings auf die Hauswand schafft und der Sekundarschule ihre Identität verleihen wird, entscheidet der Schulträger, also die Stadt. Sandra Pahl hofft, dass die finale Entscheidung über den Namen im Schulausschuss im April fällt und dass der Schulträger die erarbeiteten Vorschläge berücksichtigt. "Warum sollte die Stadt gegen einen Namen stimmen, den Schüler, Lehrer und Eltern zusammen entwickelt haben? Ich freue mich auf die Entscheidung und darauf, dass wir bald einen Namen haben", sagte Pahl.

Das geht nicht nur ihr so, sondern auch den Schülerinnen Lilly-Fee, Lea und Isabelle. "Ich finde den Namen ,Bergische Sekundarschule Radevormwald' am besten, weil er zu unserer Stadt passt", sagt Lilly-Fee. Leas Favorit ist die "Alexander-Gerst-Schule". "Er war Raumfahrer und könnte uns zeigen, dass wir hoch hinaus können. Das gefällt mir", sagt die Schülerin.

(trei)
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