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Radevormwald: Sekundarschule kooperiert mit BAV-Müllexperten

Radevormwald : Sekundarschule kooperiert mit BAV-Müllexperten

Seit gestern hat die Sekundarschule Radevormwald zwei neue Kooperationspartner. In Zukunft wird die Schule unter der Leitung von Sandra Pahl eng mit der Sparkasse Radevormwald sowie mit dem Projekt "metabolon" des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) zusammenarbeiten.

Gebündelt sind diese Kooperationen mit der Initiative KURS, die seit 17 Jahren von der Bezirksregierung Köln und der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK, mit Zweigstelle in Gummersbach) geleitet wird. Ziel dieser Lernpartnerschaften sind nicht nur Einblicke in große Unternehmen, sondern auch die Mitgestaltung von Unterricht und Lehrmaterial.

"Wir erhoffen uns von den Lernpartnerschaften neue Erkenntnisse für unsere Schüler. Mit einem Praxisbezug können sie Neues erleben und lernen", sagt Pahl. Der BAV kümmert sich an außerschulischen Lernorten im Oberbergischen Kreis um die Weiterbildung im Bereich Umwelt- und Abfallbewusstsein.

Bereits kommende Woche geht es für alle Schüler der Sekundarschule in Richtung Lindlar. "Wir werden den Schülern beibringen, welche Rohstoffe sich in ihrem Abfall verstecken, wie man neue Produkte aus alten Dingen gewinnen und wie jeder von uns die Umwelt schützen kann", sagt Christina Oetter vom BAV.

Kosten entstehen für die Schüler dabei nicht. Außerschulische Lernorte zu besuchen, beinhaltet beim BAV auch den Besuch eines neuen Labors. "Dort werden die Schüler ganz konkret sehen, was mit ihrem Abfall passieren kann", sagt Oetter.

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In den vergangenen Wochen haben die Schüler der Sekundarschule bereits mit Inhalten begonnen und in einem ersten Schritt ihren Abfall bewusster getrennt und auch Plastikdeckel gesammelt. Die können helfen, anderen Kindern zu einer Impfung zu verhelfen.

Bei der Lernpartnerschaft mit der Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen geht es nicht um Umwelt, aber um den bewussten Umgang mit Geld. Michael Scholz, Marketingleiter der Sparkasse, wird in Zukunft der Ansprechpartner für mehrere Projekte sein. "Wir besuchen die Klassen und geben Tipps, wie man sein Taschengeld richtig einteilt und wie man nicht in Schuldenfallen, zum Beispiel bei neuen Handyverträgen, tappt."

Sobald die Schüler der Sekundarschule älter sind, wird sich die Sparkasse auch darum kümmern, Angebote für Bewerbungstraining zu unterbreiten.

Bürgermeister Johannes Mans hofft, dass die beiden Lernpartnerschaften für die Sekundarschule nur der Anfang sind. "Die Sekundarschule braucht noch viel mehr Kooperationen. Auch, um die Schüler an Unternehmen heranzuführen und ihnen die Berufsorientierung leichter zu machen", sagt er.

Michael Sallmann, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Oberberg, ist es wichtig, dass die neuen KURS-Partnerschaften in der Zukunft auch mit Herzblut gepflegt werden. "Nur, wenn sich beide Seiten einbringen und immer wieder frische Ideen entwickeln, profitieren beide Parteien von einer solchen Kooperation", sagt er.

Für die Schüler der Sekundarschule startet damit jetzt die erste Maßnahme im Rahmen der neuen Partnerschaften in der kommenden Woche mit einem Besuch der ehemaligen Deponie.

(trei)