Radevormwald: Schule trifft auf Wirtschaft

Radevormwald : Schule trifft auf Wirtschaft

Um Grundschüler für Technik und Naturwissenschaft zu begeistern, hat die Firma Klaus Kuhn Edelstahlgießerei eine Partnerschaft mit der KGS Lindenbaum abgeschlossen. Das Projekt der IHK zu Köln heißt "TuWas!".

In den vergangenen Wochen hatten die Mädchen und Jungen der Katholischen Grundschule (KGS) Lindenbaum die Möglichkeit, eine umfangreiche Unterrichtsreihe ganz im Zeichen der Naturwissenschaft zu erleben. Dank der Finanzierung der Firma Klaus Kuhn Edelstahlgießerei gab es die Chance, das Projekt "TuWas!" (Technik und Naturwissenschaften an Schulen) der Industrie- und Handelskammer nach Rade zu holen. "Ziel ist es, im Grundschulalter die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften zu fördern", sagte Koordinatorin Sylvia Hüls. Zu diesem Zweck werden die Kinder spielerisch an die Themen im Unterricht herangeführt.

Lehrer auf der Schulbank

Bevor das Projekt "TuWas!" an der KGS in die Praxis umgesetzt werden konnte, mussten sich zunächst die Lehrer fortbilden und drückten selbst noch einmal die Schulbank. "Wir wurden teilweise mit ganz neuen Sachen konfrontiert, die wir so noch nicht kannten", sagte Lehrerin Monika Duchêne.

Für Frank Lessing von der Firma Kuhn ist es ein besonderes Anliegen, Kinder für die naturwissenschaftlichen Berufe zu interessieren. "Wir hören überall vom Fachkräftemangel und dass sich immer weniger Jugendliche für einen technischen Beruf entscheiden. Die Tendenz geht stark zu den kaufmännischen Bereichen", sagte er. Begeistert war das Unternehmen vom Engagement der Lehrer und dem gesamten "TuWas!"-Konzept. "Das Projekt passt perfekt zu unseren Werten, da wir uns vorgenommen haben, Schulen und Kindergärten in Radevormwald zu unterstützen", sagte Lessing. Schließlich seien die Mädchen und Jungen unsere Zukunft — und vielleicht könne auf diese Weise der ein oder andere durch die frühe Förderung überzeugt werden, einen technischen Beruf auszuüben.

Praktisches Projekt

Für die Klasse 4 b der KGS endete die Unterrichtsreihe bereits. Abschließend wandten sie ihr gesammeltes Wissen an einem praktischen Projekt an. "Wir haben das Thema Strom im Unterricht besprochen", sagte die neunjährige Gamze Cobanoglu. Sie entschied sich dafür, ein selbst gebasteltes Puppenhaus zu beleuchten und machte sich mit Freundin Nina ans Werk. Dass sie sich mal für Technik und Wissenschaft begeistern würden, damit hatten beide nicht gerechnet. "Das ist das erste Mal, dass ich etwas davon richtig verstehe und dass es mir Spaß macht", sagte Gamze. Für die KGS und Kuhn war das Projekt "TuWas!" ein großer Erfolg. "Wir können bereits sagen, dass wir auch im kommenden Jahr die Finanzierung übernehmen werden", kündigte Lessing an.

(ulb)
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